Modulbeschreibungen Produktdesign
Auf dieser Seite finden Sie die Modulbeschreibungen folgender Module
1. Studienabschnitt
- 1.131 Designkonzeption
- 1.132 Designtechnologie
- 1.141 Produktdesign
- 1.142 Produkt- und Umweltdesign
- 1.143 Industrial Design
- 1.144 Raum- und Ausstellungsdesign
- 1.145 Produktdesign mit digitalen Medien
2. Studienabschnitt
- 2.121 Produktdesign
- 2.122 Produkt- und Umweltdesign
- 2.123 Industrial Design
- 2.124 Raum- und Ausstellungsdesign
- 2.125 Produktdesign mit digitalen Medien
1. Studienabschnitt
1.131 Designkonzeption
Studienabschnitt 1. St.ab.
Modul 1.1 Studiengangs- und fachbezogene Grundlagen
Fächergruppe 1.13 Grundlagen PD
Credits 6
Fachordnung
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrender N.N.
Informationen folgen in Kürze
1.132 Designtechnologie
Studienabschnitt 1. St.ab.
Modul 1.1 Studiengangs- und fachbezogene Grundlagen
Fächergruppe 1.13 Grundlagen PD
Credits 6
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrender N.N.
Fachbeschreibung
- Vermittlung von Kenntnissen über gängige Herstellungsverfahren und Werkstoffe sowie deren Wechselbeziehung zur Gestaltung von Serienprodukten
- Gestaltungsübungen, welche diese Wechselbeziehung thematisieren
Lernziel
- Erarbeitung einer grundsätzlichen Orientierung innerhalb des sehr breiten Themenspektrums Material/Technologie
- Erarbeitung von Gestaltungsstrategien, welche durch den gezielten Einsatz von Material und Herstellungsverfahren bedingt werden
- Erkennen der Bedeutung von Teamarbeit – insbesondere zwischen Gestalter, Konstrukteur, Technologe – für die erfolgreiche Entwicklung von Produkten
Lehrinhalte
- Werkstoffe: v.a. Kunststoffe, Metalle
- Technologien: Umformen, Urformen, Trennen, Fügen, Beschichten, ...
- Gestaltungsmethodik
- Modellbau
Methode
- Seminare
- Vorträge (Lehrender und Studierende)
- Themenbezogene Gestaltungsübungen
- Exkursion zu Industriepartnern
Evaluation
- Studentische Vorträge
- Präsentation der Gestaltungsübungen
1.141 Produktdesign
Studienabschnitt 1. St.ab.
Modul 1.1 Studiengangs- und fachbezogene Grundlagen
Fächergruppe 1.14 Fachbezogene Grundlagen PD
Credits 6
Fachordnung Wahlplichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrender Prof. Jörg Hundertpfund
Fachbeschreibung
Dieses Fach bietet eine grundlegende Einführung in das Design von Produktsystemen unter besonderer Berücksichtigung der »Sprache« der dreidimensionalen Form. In einem oder mehreren Produktdesign-Projekten wird eine Methodologie des Designprozesses erarbeitet, wobei das Ziel die selbsterklärende, funktionsadäquate Produktgestalt ist.
Lernziel
Die Studierenden lernen, eine Produktdesignaufgabe sinnvoll in der Planung zu strukturieren und innerhalb der jeweils vorgegebenen Zeit die ästhetisch-semantische Aussage, die technische Machbarkeit, die Ergonomie und die Marktplatzierung angemessen zu berücksichtigen. Verschiedene Kreativitätsmethoden werden erprobt, individuelle Problemlösungskompetenz und die »handwerklichen« Fähigkeiten wie Zeichnen, Modellbau und verbale Präsentation erarbeitet.
Lehrinhalte
Einfache Gestaltungsprobleme werden zunächst analysiert und strukturiert. In freien Assoziationen können dann zwei- und dreidimensionale, noch technikfreie Form- und Farbkombinationen für die angestrebten Formaussagen erarbeitet werden. Mit Hilfe dieser »Formwörter« und nach Analyse der Technik und des Marktes sowie der ergonomischen Gegebenheiten soll dann die endgültige Gestalt gefunden und als Modell in endgültigem Finish präsentiert werden.
Methode
Die Lehrveranstaltung beginnt mit einer einwöchigen Assoziationsphase. Daran anschließend folgt die Markt- und Technologieanalyse, meistens ebenfalls innerhalb einer Woche. Drei bis vier Wochen sind der Erarbeitung möglichst vieler alternativer Ideen gewidmet, aus denen dann in zwei Wochen drei Konzepte weiter ausgearbeitet werden. Der daraus ausgewählte endgültige Entwurf wird im verbleibenden Rest des Semesters bis ins Detail ausgearbeitet und sowohl zeichnerisch als auch im Modell dargestellt. Alle Problemlösungsschritte werden individuell »in front of the class« präsentiert und in einer schriftlichen Dokumentation festgehalten.
Evaluation
Die Bewertung erfolgt im Verhältnis 50:30:20 nach den Kriterien Problemlösungskompetenz, Ideenvielfalt und »Handwerk« (Zeichnen, Modellbau, Präsentation und Dokumentation).
1.142 Produkt- und Umweltdesign
Studienabschnitt 1. St.ab.
Modul 1.1 Studiengangs- und fachbezogene Grundlagen
Fächergruppe 1.14 Fachbezogene Grundlagen PD
Credits 6
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrender Prof. Walter Hardt
Fachbeschreibung
Das Fach ist als Einführungsveranstaltung für die Themenbereiche technische und technologische Grundlagen, Designprozess und Gestaltungssystematik gedacht.
Es werden grundlegende Fragestellungen zu den gestaltbestimmenden Faktoren erörtert.
Neben der technischen und gestalterischen Innovation und Realisierbarkeit eines Entwurfes spielen Marketing, Wirtschaftlichkeit und strategische Produktplanung eine wesentliche Rolle in dieser Lehrveranstaltung. Die Vermittlung dieses theoretischen Wissens erfolgt auf der Grundlage individueller, selbstgewählter Gestaltungsprojekte.
Lernziel
Die Studierenden lernen die gestalterische Tätigkeit und die Entwurfsergebnisse in den Kontext der industriellen Fertigung, Bedarfsorientierung und Vermarktung einzuordnen, ihre Ideen ganzheitlich zu reflektieren und darzustellen. Sie sollen darüber hinaus Kompetenzen auf den Gebieten der eigenen Wettbewerbsfähigkeit, Kommunikation und Selbstpräsentation erwerben und in ihrer Teamfähigkeit gefördert werden.
Lehrinhalte
In einem Rollenspiel haben die Studierenden die Aufgabe, sich wechselwirkend in die Rolle des Auftraggebers und des Designers zu versetzen. In diesem Rollenspiel definieren die Studierenden als Auftraggeber ein individuelles Entwicklungsprojekt und formulieren hierzu einen Anforderungskatalog.
Sie lernen hierbei die Rolle des Unternehmers, den Markt und die möglichen Restriktionen im Designprozess kennen. Als Auftragnehmer müssen die Studierenden sich mit diesen Randbedingungen auseinandersetzen und ein Angebot formulieren. Neben den betriebswirtschaftlichen Grundlagen lernen die Studierenden hierbei die Methoden der Informationsbeschaffung und der Organisation und Planung von Entwurfsprozessen.
Darüber hinaus werden Fragestellungen zum Vertragswesen und zu Schutzrechten erörtert.
Im Verlaufe der gestalterischen Auseinandersetzung mit dem Gestaltungsprojekt werden Fragestellungen zur allgemeinen Designqualität und zur technischen Realisierbarkeit thematisiert. Ergebnis dieses Rollenspiels ist die Ausarbeitung, Präsentation und Dokumentation eines individuellen Entwurfes. Die Präsentation und Dokumentation beinhaltet die Darstellung des gesamten Prozesses.
Methode
Die Seminare dieses Lehrfachs finden aufbauend wöchentlich statt.
Jedes Seminar schließt im Wochenturnus mit einer definierten Aufgabe ab und beinhaltet:
- eine ca. einstündige Vorlesung
- Besprechung/Korrektur der Arbeitsteilergebnisse mit abschließender Diskussion
- Besprechung der weiteren Arbeitsschritte
- eine Exkursion pro Semester
Das Semester ist in drei Lehrphasen gegliedert:
- Rollenspiel, Theorie und Briefing
- Theorie, Konzeption und Gestaltung
- Ausführung/Darstellung und Präsentation
Evaluation
Bewertet werden:
- die Fähigkeiten der Durchdringung einer Aufgabenstellung
- die Fähigkeiten der Informationsbeschaffung
- die Fähigkeiten der Selbstorganisation und Improvisation
- die gestalterische Leistung
- die Darstellung und Präsentation
Die Leistungen werden in Zwischenpräsentationen, in einer abschließenden Präsentation und in Form einer Dokumentation der gesamten Semesterleistung eingefordert und bewertet.
1.143 Industrial Design
Studienabschnitt 1. St.ab.
Modul 1.1 Studiengangs- und fachbezogene Grundlagen
Fächergruppe 1.14 Fachbezogene Grundlagen PD
Credits 6
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Zulassungsvoraussetzungen Beherrschung von zeichnerischen 3D Darstellungen und ein räumliches Vorstellungsvermögen
Lehrender Prof. Hermann Weizenegger
Fachbeschreibung
Dieses Fach bietet einen Einstieg in die sich anzueignenden Fähigkeiten, die es Bedarf in Kontext von Industrial Design erfolgreich Produkte zu Gestalten und zu Kommunizieren. Dabei steht der Produktentwicklungsprozess und das Erlernen von der Analyse von Materialien und Produktionsabläufen stark im Vordergrund. Mithilfe von einfachen Grundlagenübungen wird außerdem vermittelt, wie man zu einfachen Formfindungen gelangt.
Niederkomplexes Designprojekte führen zur Sicherheit im Umgang mit Analyse, Strukturierung, Problemlösungsmethoden und wirkungsvollen Präsentationsstrategien und der Anwendung von geeigneten ad-hoc Modellen. Schwerpunkt ist die kritische Erarbeitung eines individuellen Ansatzes zur Formsprache und der Durchdringung des jeweiligen Fertigungprozess.
Lernziel
Die Studierenden lernen Sicherheit im Einsatz ihrer Kreativität und in Planung und Durchführung von Designprozessen. Eigene Schwerpunkte können gesetzt und Schwächen aufgearbeitet werden. Klare und überzeugende Argumentation und Präsentation sind in der Verteidigung von Ideen gefordert, zwei- und dreidimensionale Darstellungen der Entwürfe sollten professionellen Ansprüchen standhalten können.
Lehrinhalte
Komplexe Gestaltungsprobleme werden mit den bisher erlernten Methoden analysiert und strukturiert, der Designprozess mit den einzuhaltenden Terminen eingehend geplant. Einen breiten Raum nimmt die umfassende Einbeziehung der designrelevanten Faktoren Technologie, Ergonomie und Marketing ein. Ziel der Lehrveranstaltung ist, der sichere Umgang mit seinen ihn zur Verfügung stehenden Gestaltungsrepertoires, welches sich aus Zeichnungen, 2D- und 3D- Computerdartellungen, einfachen ad-hoc Modellen, Modellbau zusammensetzen kann.
Methode
Die weit gehend selbständige Arbeit steht in diesem Projekt im Vordergrund. Wie in der Designpraxis sollen die einzelnen Arbeitsschritte jeweils dem Auftraggeber präsentiert und dieser damit in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Prozesse sind nachvollziehbar darzustellen, Lösungen überzeugend zu begründen. Dazu gehört die perfekte Beherrschung des Handwerkzeuges: Zeichnungen, Fotografie, Multimedia, Computerdarstellungen und natürlich manuellen wie digitalen Modellbau. Als Ergebnis bewertet wird eine Lösung des gegebenen Problems in Form eines Modells und einer Dokumentation.
Evaluation
Die Bewertung erfolgt im Verhältnis 50:30:20 nach den Kriterien Problemlösungskompetenz, Durchdringung des Designprozesses, Ideenvielfalt und -qualität sowie Beherrschung des Handwerks (Zeichnen, Modellbau, Dokumentation und Präsentation).
1.144 Raum- und Ausstellungsdesign
Studienabschnitt 1. St.ab.
Modul 1.1 Studiengangs- und fachbezogene Grundlagen
Fächergruppe 1.14 Fachbezogene Grundlagen PD
Credits 6
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrender Prof. Detlef Saalfeld
Fachbeschreibung
Das Fach ist als Einführungsveranstaltung für den Themenbereich Produktdesign mit dem Schwerpunkt Innenraum- und Ausstellungsdesign gedacht. Hierzu werden grundlegende Fragestellungen der Produktentwicklung und des Produktdesigns erörtert sowie die Besonderheiten des räumlichen Gestaltens und dessen enge Verknüpfung mit dem Kommunikationsdesign aufgezeigt. Dabei ist es von besonderer Bedeutung, die unterschiedlichen Aufgabenstellungen im angewandten, d.h. professionellen Kontext kennen zu lernen. Den Studierenden werden sowohl theoretische, designgeschichtliche wie praktische Grundlagen vermittelt, die sie in die Lage versetzen sollen, gestalterisch und handlungsfähig zu werden. Zudem liegt der Augenmerk in der Vermittlung designrelevanter Spezialisierungen sowie die Darstellung fachübergreifender Disziplinen im Kontext verschiedener Studienschwerpunkte und deren Vertiefung.
Lernziel
Die Studierenden sollen in der Lage sein:
- Gestaltungsaufgaben konzeptionell zu erfassen und zu beschreiben
- mittels 2D- und 3D-Techniken zu entwickeln und darzustellen
- die Ergebnisse zu präsentieren und zu dokumentieren
Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen können sie den weiteren Verlauf des Studiums nach Einschätzung eigener Neigungen und Fähigkeiten im Sinne der Studien- und Prüfungsordnung gestalten.
Lehrinhalte
Der Schwerpunkt der Einführungsveranstaltung Innenraum- und Ausstellungsdesign ist das Kennenlernen der Bandbreite verschiedener Ausstellungstypen (von Messepräsentationen bis hin zu kulturhistorischen Ausstellungen) und den damit verbundenen Anforderungen an das Design. Interdisziplinarität ist dabei eine der Grundvoraussetzungen, den umfassenden Gestaltungsaufgaben des Ausstellungsdesigns und seinen Arbeitsbereichen von der Einladungskarte bis zur Raumgestaltung gerecht zu werden. Dabei geht es um die Erfassung konzeptioneller Überlegungen sowie umsetzungsrelevanter Techniken.
Analysieren realisierter Präsentationen:
- Beschreibung (textlich)
- Darstellung (Grundrisse/Skizzen)
- Darstellung 2D/3D
- Einführung in 2D Layout
- Einführung in 3D Layout
- Einführung in 2D-/3D-Werkzeuge
- Einführung in didaktische Systeme, museale Konzepte
- Konzeption und Entwurf einer Präsentation
- Realisierung-Präsentation-Dokumentation
Methode
Die Lehrveranstaltung ist in 1- bis 2-wöchige aufbauende Seminare gegliedert. Jedes Seminar schließt mit einer Hausaufgabe ab und beinhaltet eine 1- bis 2-stündige Vorlesung, Besprechung bzw. Korrektur der Arbeitsteilergebnisse mit anschließender Diskussion und Briefing der weiteren Arbeitsschritte.
Der methodische Ansatz basiert im wesentlichen auf interaktivem Lernen. Die unterschiedlichen Arbeitsergebnisse der einzelnen Studierenden werden den Seminarteilnehmern präsentiert, kommentiert und anschließend diskutiert (verteidigt), zum einen als Übung des persönlichen Ausdrucks, zum anderen, um die unterschiedlichen Konzeptionen, Gestaltungsansätze und Lösungsvorschläge der Mitstudierenden aufzunehmen und
die Qualität des eigenen Beitrags in Form und Inhalt zu reflektieren und einschätzen zu lernen. Die Teilergebnisse sind als »Lösungsweg« des Designprozesses zu dokumentieren und integrativer Bestandteil der Bewertung der Projektarbeit.
Evaluation
Die Beurteilung berücksichtigt die Teilergebnisse aus den Seminaren, das Ergebnis der Entwurfsarbeit, die Abschlusspräsentation sowie die Dokumentation der Arbeitsergebnisse.
1.145 Produktdesign mit digitalen Medien
Studienabschnitt 1. St.ab.
Modul 1.1 Studiengangs- und fachbezogene Grundlagen
Fächergruppe 1.14 Fachbezogene Grundlagen PD
Credits 6
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrender Prof. Nils Krüger
Informationen folgen in Kürze
2. Studienabschnitt
2.121 Produktdesign
- Portrait Katja Gustke
- Portrait Prof. Jörg Hundertpfund
- Portrait Lars Martini
- Module Übersicht
Studienabschnitt 2. St.ab.
Modul 2.1 Konzeption und Entwurf
Fächergruppe 2.12 Produktdesign
Credits 6
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrende Katja Gustke, Prof. Jörg Hundertpfund, Lars Martini
Fachbeschreibung
Das Fach ist als Vertiefungsfach im Rahmen der Ausbildung des Produktdesigners gedacht. Die Studierenden sollen anhand einer komplexen Aufgabenstellung verschiedene Aspekte gestalterischer Entwicklung kennen lernen und trainieren. Hierzu zählen:
- unterschiedliche Verfahren der Problemanalyse, Problemsynthese sowie unterschiedliche Methoden der Systematisierung von Entwurfsentwicklungen
- das Erfassen und Beschreiben von Zielgruppen auf der Grundlage sozialwissenschaftlicher Erhebungen (Milieuforschung), daraus folgernd die Beschreibung so genannter Geschmacksdimensionen als Grundlage für
- die Recherche, Beschreibung von so genannten Stilwelten, die als formalästhetische Bezugsrahmen der gestalterischen Interpretation dienen
Als wesentlicher, die Gestaltentwicklung begleitender Aspekt, steht die Sensibilisierung und das Training der kommunikativen Medien (sprachlich/textuell/bildlich) der im Rahmen der Arbeitskommunikation notwendigen Vermittlung der Entwurfsleistungen
Lernziel
Die Studierenden sollen in der Lage sein, eine komplexe Gestaltungsaufgabe:
- konzeptionell zu erfassen und zu formulieren
- mittels 2D- und 3D-Techniken zu entwickeln, darzustellen und zu realisieren
- die Ergebnisse in Form von zeichnerischen Darstellungen und Anschauungs- bzw. Funktionsmodellen zu kommentieren bzw. zu präsentieren
- schriftlich und mittels Bildmaterial (zeichnerisch/fotografisch) zu dokumentieren
- die gewonnenen Informationen und Erfahrungen in der Übung angewandter Gestaltungsmethoden auf unterschiedliche Problem- bzw. Fragestellungen anwenden zu können
- im versierten Umgang mit einer fachspezifischen Sprache den Erfordernissen der kommunikativen Prozesse der Designentwicklung gerecht zu werden
Lehrinhalte
In dem Entwurfsprojekt soll u.a. eine »Phänomenologie der Dinge, die uns ständig begleiten« entwickelt werden. Es wird nach den Qualitäten dieser besonderen Gegenstände sowie nach Gründen einer Bestückung des Körpers gefragt:
- Beschreibung der Art der Gegenstände und Entwicklung eines Bezugssystems, die Dinge betreffend (Funktionsgegenstand/symbolischer Gegenstand)
- Beschreibung bzw. Bezeichnung einer Topografie/Lage der Gegenstände am Körper und einer Topologie nach unterschiedlichen Qualitätskriterien
- Untersuchung der Gegenstände nach Kriterien milieuspezifischer formaler Ausprägung
- Formulierung einer Entwurfshypothese auf der Grundlage einer Gegenstandsgattung und einer milieuspezifischen Zuordnung
- Entwicklung einer Entwurfskonzeption
- Entwurf und Realisierung
- Präsentation
- Dokumentation
Methode
Die Lehrveranstaltung ist in 1- bis 2-wöchige, aufbauende Seminare gegliedert. Jedes Seminar schließt mit einer definierten Aufgabe ab und beinhaltet:
- eine ca. einstündige Vorlesung
- Besprechung/Korrektur der Arbeitsteilergebnisse mit anschließender Diskussion
- Besprechung der weiteren Arbeitsschritte (Briefing)
Der methodische Ansatz basiert im Wesentlichen auf interaktivem Lernen, d.h. die Studierenden werden ermutigt, ihre Arbeitsergebnisse innerhalb der Projektgruppe zu präsentieren und zu diskutieren, ihre Arbeitsweise und Erfahrungen zu formulieren, zu reflektieren, weiterzugeben und unterschiedliche Ansätze am Beispiel anderer Arbeiten aufzunehmen.
Jeder Studierende legt eine Sammlung der Teilergebnisse als Bestandteil der Dokumentation für die Beurteilung der Projektarbeit an, um außerdem ein Bewusstsein dafür herzustellen, wie die Arbeitsschritte ineinander greifen, und um in der Lage zu sein, eventuelle Schwächen zu erkennen.
Evaluation
Die Beurteilung berücksichtigt die Teilergebnissen aus den Seminaren, das Ergebnis aus der Entwurfsarbeit, die Präsentation und die Dokumentation der Arbeitsergebnisse. Die Arbeitsergebnisse werden im Anschluss an die Präsentation in der Projektgruppe besprochen.
2.122 Produkt- und Umweltdesign
Studienabschnitt 2. St.ab.
Modul 2.1 Konzeption und Entwurf
Fächergruppe 2.12 Produktdesign
Credits 8
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrender Prof. Walter Hardt
Fachbeschreibung
Das Fach bietet die intensive Vertiefung in die Gestaltung von dreidimensionalen Erzeugnissen unter besonderer Berücksichtigung gesellschaftlich relevanter Problemstellungen. Hierzu zählen unter anderem Projekte aus den Bereichen Ökologie, Ergonomie und Arbeitswelt, Public Design und Universal Design. Die Studierenden sollen befähigt werden, Problemstellungen zu recherchieren, zu analysieren und ihre Entwurfsarbeit auf den erkannten Defiziten aufzubauen.
Lernziel
Die Vermittlung von praxisnaher Problemlösungskompetenz steht im Mittelpunkt dieser Lehrveranstaltung. Die Studierenden sollen dabei zur analytischen Vorgehensweise befähigt werden und die Erkenntnisse aus der konkreten Problemstellung, den Bedürfnissen der Nutzer und der Machbarkeit zur Grundlage ihres Entwurfes zu machen.
Darüber hinaus sollen die Studierenden ihre Fähigkeiten zur Darstellung von Designprozess und Ergebnis vertiefen und professionalisieren.
Lehrinhalte
Es wird ein Thema vorgegeben, das ein Problemfeld aus den o.g. Umweltbereichen skizziert.
Dieses Thema kann durch die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern vor einem realen Hintergrund formuliert oder durch Forschungsschwerpunkte der FHP definiert werden. In der Regel werden die Themen jedoch durch den Lehrenden, gegebenenfalls in Abstimmung mit den Studierenden gewählt.
Die weit gehend selbständige Bearbeitung steht im Mittelpunkt dieser Lehrveranstaltung. Der Lehrende definiert dabei seine Rolle als Moderator des Projektes und als Anwalt der Nutzer oder der Gesellschaft. Begleitend werden themenspezifische Vorlesungen angeboten.
Die Studierenden sind angehalten, die Problemstellung und Marktsituation zu analysieren, ein eigenes Projektbriefing zu erstellen und die technischen Grundlagen zur Weiterentwicklung der eigenen Ideen zu recherchieren.
Einen breiten Raum nimmt die umfassende gestalterische Auseinandersetzung mit der Themenstellung ein. Diese umfasst neben der konzeptionellen Tätigkeit und der Entwurfsdetaillierung auch die Darstellung in zwei- und dreidimensionaler Form, gegebenenfalls auch multimedial, sowie die Dokumentation der Arbeitsergebnisse.
Methode
Die Seminare dieses Lehrfachs finden aufbauend wöchentlich statt.
Jedes Seminar schließt im Wochenturnus mit Korrekturen und einer definierten Aufgabe ab und beinhaltet:
- eine ca. einstündige Vorlesung
- Besprechung/Korrektur der Arbeitsteilergebnisse mit abschließender Diskussion
- Besprechung der weiteren Arbeitsschritte
- eine Exkursion pro Semester
Das Semester ist in der Regel in drei Lehrphasen gegliedert:
- Problemanalyse, Recherche und Briefing
- Konzeption und Gestaltung
- Realisierung
Evaluation
Bewertet werden:
- die analytischen Fähigkeiten zur Durchdringung einer Aufgabenstellung
- die Fähigkeiten zur Informationsbeschaffung und Auswertung
- die Fähigkeiten der eigenständigen innovativen Problemlösung
- das gestalterische Niveau der Problemlösung
- sowie die Form der Darstellung und Präsentation der Arbeitsergebnisse
Die Leistungen werden in Zwischenpräsentationen, in einer abschließenden Präsentation und in Form einer Dokumentation der gesamten Semesterleistung eingefordert und bewertet.
2.123 Industrial Design
Studienabschnitt 2. St.ab.
Modul 2.1 Konzeption und Entwurf
Fächergruppe 2.12 Produktdesign
Credits 8
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Zusatzvoraussetzungen Beherrschung von zeichnerischen 3D- Darstellungen und ein räumliches Vorstellungsvermögen, Beherrschung von 3D Computerprogrammen, wie z.B. Rhino, Alias, Solid Works ...
Lehrender Prof. Hermann Weizenegger
Fachbeschreibung
Dieses Fach bietet die intensive Vertiefung in das Design von industriell gefertigten Produkten, die aber immer unter einer starken Auseindersetzung seiner sozio-kulturellen Verankerung stehen. Ein größeres oder zwei kleinere Designprojekte führen zur Sicherheit im Umgang mit Analyse, Strukturierung, Problemlösungsmethoden und wirkungsvollen Präsentationsstrategien. Schwerpunkt ist die kritische Erarbeitung eines individuellen Ansatzes zur Formsprache und der Durchdringung des jeweiligen Fertigungprozess.
Lernziel
Die Studierenden lernen Sicherheit im Einsatz ihrer Kreativität und in Planung und Durchführung von Designprozessen. Eigene Schwerpunkte können gesetzt und Schwächen aufgearbeitet werden. Klare und überzeugende Argumentation und Präsentation sind in der Verteidigung von Ideen gefordert, zwei- und dreidimensionale Darstellungen der Entwürfe sollten professionellen Ansprüchen standhalten können.
Lehrinhalte
Komplexe Gestaltungsprobleme werden mit den bisher erlernten Methoden analysiert und strukturiert, der Designprozess mit den einzuhaltenden Terminen eingehend geplant. Einen breiten Raum nimmt die umfassende Einbeziehung der designrelevanten Faktoren Technologie, Ergonomie und Marketing ein. Feedback aus diesen Bereichen soll möglichst in der Zusammenarbeit mit Auftraggebern aus der Wirtschaft in realitätsnahen Projekten diskutiert werden. Wesentlicher Lehrinhalt ist die Vorbereitung auf die Praxis als selbständiger oder angestellter Produktdesigner.
Methode
Die weit gehend selbständige Arbeit steht in diesem Projekt im Vordergrund. Wie in der Designpraxis sollen die einzelnen Arbeitsschritte jeweils dem Auftraggeber präsentiert und dieser damit in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Prozesse sind nachvollziehbar darzustellen, Lösungen überzeugend zu begründen. Dazu gehört die perfekte Beherrschung des Handwerkzeuges: Zeichnungen, Fotografie, Multimedia, Computerdarstellungen und natürlich manuellen wie digitalen Modellbau. Als Ergebnis bewertet wird eine Lösung des gegebenen Problems in Form eines Modells und einer Dokumentation.
Evaluation
Die Bewertung erfolgt im Verhältnis 50:30:20 nach den Kriterien Problemlösungskompetenz, Ideenvielfalt und -qualität sowie Beherrschung des Handwerks und Produktentwicklungsprozesses (Zeichnen, 3D Computerdarstellung, Modellbau, Dokumentation und Präsentation).
2.124 Raum- und Ausstellungsdesign
Studienabschnitt 2. St.ab.
Modul 2.1 Konzeption und Entwurf
Fächergruppe 2.12 Produktdesign
Credits 8
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrender Prof. Detlef Saalfeld
Fachbeschreibung
Das Fach ist als Bindeglied von Kommunikations- und Produktdesign auf der Ebene des 2. Studienabschnitts angelegt. Die zu bearbeitenden Projekte sollen den Studierenden in die Lage versetzen, fachübergreifend gestalterisch zu arbeiten. Darüber hinaus sind Anteile aus Designtheorie und Designmanagement integriert, die die Studierenden zur selbständigen Realisierung eines Ausstellungsprojektes befähigen sollen. Die Aufgaben umfassen daher Konzeption, Entwurf und schwerpunktmäßig die Realisierungsplanung.
Lernziel
Die Studierenden sollen in der Lage sein, Konzeption, Entwurf und Realisierungsplanung für die Gestaltung einer Ausstellung zu formulieren, darzustellen, und herstellungstechnisch sowie logistisch aufzubereiten. Hierzu müssen sie sich in kürzester Zeit in den oft komplexen theoretischen Inhalten zurechtfinden können und dafür eine adäquate Formensprache entwickeln. Über die Anforderungen des 2D-3D-Gestaltens hinaus sollen sie in die Lage versetzt werden, Planungsunterlagen zu erstellen, die den Anforderungen eines zu realisierenden Projektes Rechnung tragen.
Lehrinhalte
Anhand eines Ausstellungsprojektes mit Realisierungsschwerpunkt stellen sich die Lehrinhalte wie folgt dar:
- Briefing
- Formulierung des Ausstellungsgegenstands und dessen Anliegen
- Festlegung aller planungsrelevanten Größen wie: räumliche Vorgaben, Projektvolumen, Zeitachse, Finanzrahmen
Recherche:
- Einarbeitung in den Projektinhalt
- Präsentationsrecherche zu Ästhetik, Systematik und Technik
- verbale/textliche Präsentation/Materialsammlung
Konzeption:
- Entwicklung einer Gestaltungskonzeption im Sinne einer räumlichen Vermittlung des formulierten Anliegens des Ausstellungsprojektes
- verbale/textliche Präsentation, Grundrisszeichnungen
Entwurf:
- 2D: Ausstellungs-CI, Einladung, Plakat, Katalog, Ausstellungsgrafik, Layout (2D)
- 3D: Ausstellungsarchitektur, Exponatenpräsentation, Layout (3D)
Planung/Realisierung:
- produktionsrelevante Ausarbeitung der Realisierung
- produktionsrelevante Ausarbeitung der 2D-/3D-Entwürfe für die druck- und bautechnische Umsetzung
- logistische Planung und Kalkulation
Präsentation, Dokumentation
Methode
Die Lehrveranstaltung ist in zwei Hauptteile gegliedert:
- Briefing, Recherche, Konzeption, Entwurf, Zwischenpräsentation
- Planung, Realisierung, Präsentation, Dokumentation
und beinhaltet
- wöchentlich eine ca. einstündige Vorlesung
- Besprechung bzw. Korrektur der Arbeitsteilergebnisse mit abschließender Diskussion und Briefing der weiteren Arbeitsschritte
Die Studierenden lernen durch interaktives und interdisziplinäres Arbeiten im professionellen Kontext konkreter Aufgabenstellungen. Die unterschiedlichen Arbeitsergebnisse der einzelnen Studierenden werden frontal vor den Seminarteilnehmern präsentiert, kommentiert und anschließend diskutiert (verteidigt): einerseits als Übung des persönlichen Ausdrucks, andererseits, um die unterschiedlichen Konzeptionen, Gestaltungsansätze und Lösungsvorschläge der Mitstudierenden aufzunehmen und die Qualität des eigenen Beitrags in Form und Inhalt zu reflektieren und einschätzen zu lernen. Unter der Supervision des Lehrenden kristallisieren sich im Gestaltungsprozess die Einzelleistungen heraus und schaffen einen Resonanzraum für Synergieeffekte, in dem sich die Leistungen der einzelnen Studierenden im Arbeitsergebnis potenzieren. Die Teilergebnisse sind dabei als Lösungswege im Designprozesses zu dokumentieren und sind integrative Bestandteile der Bewertung der Projektarbeit.
Evaluation
Die Beurteilung berücksichtigt die Teilergebnisse aus den Seminaren, das Ergebnis der Entwurfsarbeit, die Zwischenpräsentationen, die Abschlusspräsentation sowie die Dokumentation der Arbeitsergebnisse.
2.125 Produktdesign mit digitalen Medien
Studienabschnitt 2. St.ab.
Modul 2.1 Konzeption und Entwurf
Fächergruppe 2.12 Produktdesign
Credits 8
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrender Prof. Nils Krüger
Informationen folgen in Kürze