Modulbeschreibungen Kommunikationsdesign

Auf dieser Seite finden Sie die Modulbeschreibungen folgender Module

1. Studienabschnitt

  • 1.111 Grundlagen der grafischen Gestaltung
  • 1.112 Typografische Grundlagen
  • 1.121 Grafikdesign
  • 1.122 Illustration
  • 1.123 Schriftentwicklung
  • 1.124 Advertising Design
  • 1.125 Corporate Identity
  • 1.126 Digitale Medien
  • 1.127 Multimedia/AV
  • 1.128 Fotografie

2. Studienabschnitt

  • 2.111 Typografie
  • 2.112 Grafikdesign
  • 2.113 Illustration
  • 2.114 Schriftentwicklung
  • 2.115 Advertising Design/Editorial Design
  • 2.116 Corporate Identity
  • 2.117 Digitale Medien
  • 2.118 Multimedia/AV
  • 2.119 Fotografie

1. Studienabschnitt

1.111 Grundlagen der grafischen Gestaltung

Studienabschnitt 1. St.ab.
Modul 1.1 Studiengangs- und fachbezogene Grundlagen
Fächergruppe 1.11 Grundlagen KD
Credits
6
Fachordnung Pflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrender Prof. Hans-Jörg Kotulla


Fachbeschreibung
Dieses Fach ist als fächerübergreifende Grundlagenveranstaltung für alle Design-Studierenden gedacht. Der Schwerpunkt liegt hier in der Grundlagenvermittlung im Kommunikations-/Mediendesign. Bei dieser Veranstaltung wird interdisziplinär mit KollegInnen aus den Fächern (wahlweise) Typografie, Illustration, CI, Grafikdesign, technische Bildmedien zusammengearbeitet. Dies nicht nur in der theoretischen Auseinandersetzung, sondern als praxisbezogene Veranstaltung, bei der das Aufzeigen der verschiedenen Problematiken im Vordergrund steht.


Lernziel
Die Studierenden sollten in der Lage sein, eine einfache Gestaltungsaufgabe konzeptionell zu erfassen und zu formulieren und mit Hilfe digitaler Medien zu realisieren und zu präsentieren. Aufgrund des interdisziplinären Charakters lernen sie, mit verschiedenen Lehrmeinungen und -methoden umzugehen, eine Konzeption konsequent durch die verschiedenen Fächer zu führen und eigenverantwortlich Schwerpunkte zu setzen. Aufgrund der gewonnen Informationen und der Erfahrungen in der Übung angewandter 2D- und/oder 3D-Techniken, werden sie in die Lage versetzt, den weiteren Studienverlauf entsprechend der individuellen Fähigkeiten und Neigungen gestalten zu können.


Lehrinhalte

  • Entwicklung einer zweidimensionalen 5-sekündigen Bewegtbildsequenz als Trenner zwischen Sport und Werbung
  • Medienästhetik, Medienpraxis, mediengestalterische Arbeitsfelder
  • Erarbeiten einer Konzeption für o.g. Thema
  • Bildfindung, Dramaturgie, Sound
  • Einarbeitung in die relevanten mediengestalterischen Programme
  • Vermittlung grundlegender Medienkompetenz
  • Techniken des Art Works
  • Präsentationsmethoden


Methode
Die Lehrveranstaltung ist in vier Abschnitte gegliedert:

  • Analyse der Aufgabenstellung
  • Mediengestalterische Praxis
  • Einsatz der medienästhetischen Mittel
  • Präsentation

Der methodische Ansatz basiert hier auf der Vermittlung komplexer, auf die Praxis bezogener Einzelaspekte, die im Verlauf des Seminars zu einem sinnvollen Ganzen geführt werden. Theoretische Erkenntnisse spiegeln sich im Design-Ergebnis wieder. In der Abschlusspräsentation stellen die Studierenden ihre Arbeiten zur Diskussion.


Evaluation
Bewertet wird der Einsatz der gewählten ästhetischen Mittel, die Qualität der konzeptionellen Grundlage und die Qualität der Präsentation.

1.112 Typografische Grundlagen

Studienabschnitt 1. St.ab.
Modul 1.1 Studiengangs- und fachbezogene Grundlagen
Fächergruppe 1.11 Grundlagen KD
Credits 6
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrende Prof. Betina Müller


Fachbeschreibung
Vermittelt die Grundlagen und Kernkompetenzen der typografischen Gestaltung: systematisches Analysieren und Strukturieren von Texten für verschiedene mediale Anwendungen mit typografischen Mitteln. Historisch stilkundliche Einordnung auf der Basis drucktechnischer Entwicklung sowie deren Anwendung und Einsatz. Entwicklung von Gestaltungsrastern und deren praktische Anwendung.


Lernziel

  • semantische Strukturierung von Text und Bild auf der Fläche
  • Anwendung gelernter Regeln und Techniken
  • Ergebnisse kommunizieren (verbal und visuell) und präsentieren
  • Übertragung und Anwendung von Arbeitsmethode und Systematik auf andere Designbereiche/-medien
  • typografisch selbständige und benutzerorientiert verantwortliche Handlungsfähigkeit


Lehrinhalte

  • Vorlesungen/seminaristische Übungen
  • systematische Experimente mit typografischen Elementen, um diese als gestaltete Form zu erfahren
  • Übungen zur Strukturierung von Texten
  • theoretische Kenntnisse über historische und technologische Entwicklung
  • theoretische Kenntnisse über Klassifikation von Satzschriften
  • theoretische Kenntnisse von Schreib- und Satzregeln, sowie deren Anwendung anhand von Layoutübungen
  • Fachterminologie, Konzeption, Entwicklung und Realisierung von Layoutkonzepten unter Anwendung der vermittelten Teilbereiche
  • Präsentation und Dokumentation der Arbeitsergebnisse und Darstellung der typografischen Parameter


Methode
Zunächst gemeinsam durchgeführte Übungen

  • Ca ein bis zwei Stunden Vorlesungen zu Schriftgeschichte, Layoutgrundlagen etc. mit daraus resultierender Aufgabenstellung
  • Besprechungen und Korrekturen von Arbeitsergebnissen im Kolloquium bei Bedarf (Detailfragen) auch als Einzelkorrekturen (z.B. am Computer)
  • Geübt werden u.a. die Verbalisierung von Arbeitsschritten und Ergebnissen sowie der Gebrauch der Fachterminologie
  • Kritische Reflexion und Entwicklung von Bewertungskategorien und Qualitätskriterien anhand eigener Arbeiten und aktiver Beteiligung an der Diskussion der Arbeiten anderer Teilnehmer
  • Von besonderer Bedeutung ist die Entwicklung einer Vielfalt (Varianten und Alternativen) von möglichen Lösungsansätzen.

Zum Kursabschluss legt jede/r Studierende einen selbständig konzipierten Layoutentwurf von mehreren Doppelseiten sowie die Dokumentation der Kursteilergebnisse vor, die einzelne Arbeitsphasen und Entwicklungsstrukturen nachvollziehbar darstellt.


Evaluation
Alle Teilergebnisse werden unmittelbar besprochen, kritisiert und korrigiert. Die Schlussbeurteilung enthält: Teilergebnisse Dokumentation, Layoutentwurf (der Schlussaufgabe), Präsentation und schriftlicher Test des theoretischen Wissens und der Fachterminologie

1.121 Grafikdesign

Studienabschnitt 1. St.ab.
Modul 1.1 Studiengangs- und fachbezogene Grundlagen
Fächergruppe 1.12 Fachbezogene Grundlagen KD
Credits 6
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrender Prof. Dr. Lex Drewinski


Fachbeschreibung
Das Fach Grafikdesign, Konzeption/Entwurf hat zum Ziel, sich mit grundlegenden und problemspezifischen Fragen  aus dem Bereich des Grafikdesigns zu befassen. Der Schwerpunkt des Fachs liegt in der Lehre der Methode, welche die Suche und Umsetzung der eigenen Idee vermittelt. Im Weiteren sollte dies dazu führen, dass durch einen individuellen und experimentellen Charakter der Arbeit neue Horizonte im Bereich des Grafikdesigns geschaffen werden.


Lernziel
Die Studierenden sollen in der Lage sein, eine Gestaltungsaufgabe

  • konzeptionell und visuell zu erfassen
  • mittels 2D-Techniken zu entwickeln, darzustellen und zu realisieren
  • die Ergebnisse der Aufgabe in Form von druckfertigen Entwürfen sichtbar zu machen
  • begleitend die Arbeit entsprechend zu präsentieren
  • schriftlich zu kommentieren
  • und mittels Bildmaterial (zeichnerisch/fotografisch usw.) zu dokumentieren.


Lehrinhalte
Am Beispiel eines komplexen Themas (z.B. Plattencover, Plakat, Logo, Signet etc.) werden die Lehrinhalte, eine Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung, Beschreibung und Umsetzung von (überwiegend) zweidimensionaler Gestaltung unter folgenden Aspekten vorgestellt:

  • Beschreibung und Bezeichnung des Themas
  • Vorlesung mit thematischem Bezug (Video-, Diavorführung und Ähnliches)
  • Entwicklung einer Entwurfskonzeption
  • Visuelle Darstellung der Idee (Layout, druckfertige Vorlage)
  • Auseinandersetzung mit den auftretenden Problemen der Drucktechniken (Druckvorlagenherstellung/Farbseperationen)
  • Präsentation
  • Dokumentation


Methode

  • Vorlesungen zum Thema des gegenwärtigen Designgeschehens (Designportraits, aktuelle Designpräsentationen, Designwettbewerbe usw.)
  • Besprechung/Korrektur der Arbeitsteilergebnisse
  • Einführung in die Grafikdesignanalyse
  • Grafikdesignanalyse eines von den Studierenden individuell ausgewählten Themas mit abschließender Diskussion.

Die Lehrmethode basiert auf einer Konfrontation des studentischen Schaffens mit dem gegenwärtigen internationalen Geschehen in der Printmedienlandschaft. Diese Methode hat zum Ziel, die Studierenden zu motivieren, mit Hilfe des experimentellen und individuellen Denkens das  Vorhandene zu übertreffen. Sie wird durch die  Pflichtteilnahme der Studierenden an aktuellen Studenten-Design-Wettbewerben unterstützt. Jeder Studierende sollte in der Lage sein, ein eigenes, originelles Konzept vorzustellen und die vorgegebene Aufgabe mit einem (meist druck-)fertigen und komplexen Entwurf abzuschließen.


Evaluation
Die Beurteilung berücksichtigt die Teilergebnisse aus den Seminaren, das Ergebnis aus der Entwurfsarbeit, die Präsentation und die Dokumentation der Arbeitsergebnisse. Die Arbeitsergebnisse werden im Anschluss an die Präsentation in der Projektgruppe besprochen.

1.122 Illustration

Studienabschnitt 1. St.ab.
Modul 1.1 Studiengangs- und fachbezogene Grundlagen
Fächergruppe 1.12 Fachbezogene Grundlagen KD
Credits 6
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrender Prof. Hans-Jörg Kotulla


Fachbeschreibung
Das Fach vermittelt die Grundlagen illustrativen Gestaltens. Ausgangspunkt sind nach einem einführenden Exkurs experimentelle Arbeiten zur Schaffung der Grundlagen für die Ausprägung eines persönlichen illustrativen Stils sowie die Aneignung verschiedener grafischer Techniken, gestalterischer Fähig- und Fertigkeiten, Vermittlung der Grundlagen der Buchgestaltung.


Lernziel
Die Studierenden sollen sich experimentell illustrative Gestaltungsmöglichkeiten im kritischen Exkurs erschließen und in der Lage sein, eine illustrative Idee zu entwickeln, illustrative Serien zu gestalten, sich grundlegende buchgestalterische Fähigkeiten zu erarbeiten, illustrative Techniken zu erarbeiten und anzuwenden, konzeptionell mit differenziertem Textmaterial zu arbeiten, gestalterische Ansätze zu entwickeln und gestalterisch Typografie und Illustration zu verbinden.


Lehrinhalte

  • Buchexperiment
  • Bearbeitung unterschiedlicher illustrativer Serien
  • Cartoon/Comic
  • Storyboards
  • Figuren
  • Alphabete
  • praxisbezogene Projektarbeit mit komplexer Aufgabenstellung
  • betreute Teilnahme an Wettbewerben


Methode

  • Überblick verschaffende Einführungsvorlesung
    Seminare zur Geschichte der Illustration und neuer Techniken
  • in Übungen Bearbeitung von frei wählbaren Einstiegsthemen unter Anknüpfung an individuelle Interessen
  • laufende Korrektur in der Gruppe und im Einzelgespräch
  • gemeinsame Besprechung weiterer Arbeitschritte und methodische Unterstützung
  • Diskussion von Zwischen- und Endergebnissen in der Gruppe
  • Präsentation der Ergebnisse am Ende des Kurses


Evaluation
Die Bewertung berücksichtigt die Teilergebnisse der einzelnen Übungen, das komplexe Endergebnis und die Präsentation der Arbeitsergebnisse. Arbeitsergebnisse werden jeweils nach der Endpräsentation besprochen.

1.123 Schriftentwicklung

Studienabschnitt 1. St.ab.
Modul 1.1 Studiengangs- und fachbezogene Grundlagen
Fächergruppe 1.12 Fachbezogene Grundlagen KD
Credits 6
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrender Prof. Lucas de Groot

 

Informationen folgen in Kürze

1.124 Advertising Design

Studienabschnitt 1. St.ab.
Modul 1.1 Studiengangs- und fachbezogene Grundlagen
Fächergruppe 1.12 Fachbezogene Grundlagen KD
Credits 6
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrende Prof. Jutta Simson


Fachbeschreibung
Dieses Fach behandelt grundlegende Fragestellungen für den Themenbereich Kommunikationsdesign/Advertising Design. Die Schwerpunkte liegen in der Analyse der gestellten Aufgabe, im Einüben assoziativer Methoden und in der Formulierung entsprechender Konzeptionen. Dies aber nicht nur in der theoretischen Auseinandersetzung, sondern auch in der praktischen Umsetzung, der Gestaltung, wobei die verschiedenen ästhetischen Mittel auf ihre optimale Anwendung hin überprüft werden.


Lernziel
Ziel ist es, auf konzeptioneller Grundlage durch bewusste und entschiedene Wahl der eingesetzten ästhetischen Mittel hohe Designqualität zu erreichen, welche auf Grund der gemachten Erfahrungen und gewonnenen Erkenntnisse im weiteren Studienverlauf Entscheidungen in die eine oder andere Richtung leichter machen.


Methode
Der methodische Ansatz basiert hier auf der Vermittlung komplexer, auf die Praxis bezogener Einzelaspekte (Marketing, Text, Art-Work, Mediaplanung), die im Verlauf des Seminars zu einem sinnvollen Ganzen geführt werden.


Evaluation
Die Lehrveranstaltung ist in vier Abschnitte gegliedert:

  • Zusammenstellung oder Erfindung des nötigen Materials (Illustrationen, Fotografien, etc.)
  • Entscheidung, welches Unternehmen, welches Produkt, welche Dienstleistung beworben werden soll
  • Praktische Umsetzung mit ständigem Begründungszwang
  • Präsentation der Ergebnisse

1.125 Corporate Identity

Studienabschnitt 1. St.ab.
Modul 1.1 Studiengangs- und fachbezogene Grundlagen
Fächergruppe 1.12 Fachbezogene Grundlagen KD
Credits 6
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrender Prof. Matthias Beyrow


Fachbeschreibung
Das Fach stellt eine Einführung in die Designdisziplin der Entwicklung visueller Erscheinungsbilder dar. Die Studierenden erlernen die theoretische Systematik einer Corporate-Identity-Strategie als Marketinginstrument, sie erhalten einen Überblick der unterschiedlichsten Lösungsoptionen und Herangehensweisen an ein Designproblem, sie erlernen und üben den bewussten und zielgerichteten Einsatz visueller Komponenten zur Erzeugung einer Wiedererkennbarkeit, und sie werden in die Lage versetzt, Gestaltungsaufgaben strukturell, strategisch und konzeptionell zu problematisieren.


Lernziel
Die Studierenden sollen in die Lage versetzt werden:   

  • einfache Gestaltungsaufgaben thematisch zu strukturieren
  • deren Kommunikationsziele dezidiert zu formulieren
  • daraus eine Kommunikationsstrategie oder Projektvision zu entwickeln
  • hierfür eine Visualisierung zu finden
  • diese hinreichend auszuformulieren und zu präsentieren
  • sowie die Arbeitsergebnisse verbal und visuell zu dokumentieren.


Lehrinhalte
Mit moderierten Diskussionen, kleinen Übungen, Vorlesungen und einer einfachen Stegreifaufgabe werden die einzelnen Lehrinhalte etappenweise erarbeitet.

  • Kennenlernen, logische Einordnung und Wertung unterschiedlicher Designkomponenten in einem Prozess zielgerichteter Imagebildung
  • Entwicklung eines visuellen Urteilungsvermögens weg von intuitiven und subjektiven Argumenten hin zu rationalen und objektiveren Bewertungskriterien
  • Vorstellung komplexer Designsysteme
  • Vermittlung unterschiedlicher Kreativitäts- und Visualisierungstechniken
  • Entwicklung einer Konzeption
  • Entwurf und Realisierung
  • Präsentation
  • Dokumentation


Methode
Grundsätzlich findet die Veranstaltung im wöchentlichen Turnus statt, wobei einzelne Themenbereiche in längeren Zeiträumen bearbeitet werden und die dazwischen liegenden Unterrichtseinheiten für individuelle, kursöffentliche Korrekturen genutzt werden können.
Die Erfahrung  zeigt, dass neue Formen immer schon unter dem Druck der gegenständlichen Abwehr ausgearbeitet wurden. Sie entspringen nicht einer tiefen Inspiration, wie es die romantische Tradition möchte, sie entsteigen nicht fertig gerüstet dem Haupt von Zeus wie Pallas Athene. Sie gehen allesamt aus der Schockerfahrung zwischen schon etablierten Formen und dem Widerstand eines spezifischen Materials hervor. „Originelle Ideen zu haben“ heißt nicht, schöpferisch zu sein. Das Schaffen ist die Erarbeitung von Ideen für Transparenz der unterschiedlichen Lösungsansätze, und entwickelt zudem Routine für Präsentationssituationen.
Als Kursabschluss legt jede/r Studierende als abschließende Reflexion seiner Lernziele eine Dokumentation der Stegreifaufgabe vor, unter besonderer Berücksichtigung der Vermittlung eines komplexen und ineinander greifenden Sachverhaltes für Dritte.


Evaluation
Alle Teilergebnisse werden unmittelbar besprochen und einer direkten Kritik unterzogen.
Die Schlussbeurteilung berücksichtigt die Teilergebnisse der Einzelaufgaben, die Präsentation, die Abschlussdokumentation, sowie den pünktlichen Abschluss dieser Projektkomponenten.

1.126 Digitale Medien

Studienabschnitt 1. St.ab.
Modul 1.1 Studiengangs- und fachbezogene Grundlagen
Fächergruppe 1.12 Fachbezogene Grundlagen KD
Credits 6
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrender Prof. Matthias Krohn


Fachbeschreibung
Dieses Fach behandelt grundlegende Fragestellungen für den Gesamtbereich Mediendesign. Die Schwerpunkte liegen auf der Aneignung, Analyse, Bewertung und gestalterischen Anwendung herkömmlicher wie innovativer on- und off-Line Medien. Mithilfe der gestellten Aufgabe wird über kontinuierliche medientechnische und medienästhetische Übungen eine umfassende gestalterische Medienpraxis vermittelt. Die Auseinandersetzung mit der praktischen Umsetzung eigener gestalterischer Konzepte durch das Medium Computer setzt grundsätzliche Erfahrungen mit Bild- und Farbgestaltung, Typografie und Satz sowie umfassendes konzeptuelles Denken voraus, um sich den eigentlichen Merkmalen mediengestalterischer Arbeit wie Interaktivität, Screendesign, Navigationsstrukturen und Intermedialität zu widmen.


Lernziel
Aufgrund einer konzeptionellen Grundlage soll eine bewusste und entschiedene Wahl der eingesetzten mediengestalterischen Mittel zu einer hohen und vor allem innovativen Designqualität führen. Mithilfe der gemachten Erfahrungen sollen Erkenntnisse für den weiteren Studienverlauf und für ein spezifisches Ausbildungs- und Qualifikationsprofil gewonnen werden.


Lehrinhalte

  • Digitale und interaktive Präsentation eigener gestalterischer Arbeiten in einem on- oder offline-Medium
  • Einführung in die Analyse der ästhetischen Mittel Text (Typografie/Satz), Bild (Fotografie, Illustration, Zeichnung), Bewegtbild (Video, Animation) und Ton (Klang, Sound, Musik)
  • Einführung in die medientechnische Praxis zur Transformation der o.g. Medien (Digitalisierung) sowie Vermittlung mediengestalterischer Kompetenz
  • Einführung in das Formulieren einer Konzeption bzw. Storyboards
  • Umsetzen der Konzeption in gestalterisches Handeln
  • Präsentation der Seminarergebnisse


Methode
Die Lehrveranstaltung ist in vier z.T. parallel verlaufende Abschnitte gegliedert:

  • Recherche oder Erfindung des nötigen themenbezogenen Materials
  • praktische Übungen mit Themenbezug zur Ideenfindung und Entwicklung eines Storyboards (Darstellungskonzept, Interaktivitätsmerkmale, Screendesign, Strukturierung)
  • Praktische Umsetzung mit ständigem Begründungszwang
  • Präsentation der Ergebnisse
  • In Zwischenpräsentationen und Abschlusspräsentation stellen die Studierenden ihre Arbeit zur Diskussion.

 
Evaluation
Bewertet wird der qualitätsvolle Einsatz der gewählten ästhetischen Mittel, die Qualität der konzeptionellen Grundlage, die Qualität der Präsentation und der Innovationsgrad des gestalterischen Einsatzes digitaler Technologien.

1.127 Multimedia/AV

Studienabschnitt 1. St.ab.
Modul 1.1 Studiengangs- und fachbezogene Grundlagen
Fächergruppe 1.12 Fachbezogene Grundlagen KD
Credits 6
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrender Prof. Klaus Dufke


Fachbeschreibung
Das Fach Multimedia beschäftigt sich mit der Konzeption und Gestaltung on-linearer interaktiver Produktionen unter Berücksichtigung bildsprachlicher, experimenteller und dramaturgischer Mittel. Das Fach vermittelt methodische und instrumentelle Kompetenz in der Handhabung aktueller Medientechnologie. Die Erarbeitung reicht vom Konzept bis zur Realisation und öffentlichen Präsentation.


Lernziel
Die Lehre in diesem Fach verfolgt grundsätzlich drei Ziele:

  • Methodische und instrumentelle Kompetenz: Es gilt, methodische und instrumentelle Kompetenz in der Handhabung aktueller Medientechnologie zu entwickeln. Hohe Priorität hat daher die Aneignung medientechnischer (z.B. Labor- und Studiopraxis) und mediengestalterischer Orientierung (z.B. Interfacegestaltung, Usability, Bewegtbilddramaturgie, Erzähltechniken zeitbasierter und interaktiver Medien) in Verbindung mit experimentell-kreativer Arbeit.
  • Teamfähigkeit: Das Seminar soll die in der beruflichen Praxis geforderte Fähigkeit zur Arbeit in heterogenen Gruppen vermitteln und kommunikative/kooperative Prozesse mit Anwendern und Benutzern multimedialer Systeme sowie mit Experten anderer Disziplinen fördern.
  • Scalability: Es gilt jedoch, nicht nur heutiges technologisches Know-how zu vermitteln, sondern auch das Potential zu entwickeln, mit den Medientechnologien von morgen in Soft- und Hardware zu arbeiten. Dies bedarf kreativer Gestalter, die zwar mit aktuellem technischen Praxiswissen die Hochschule verlassen, sich aber auch zukünftig zwischen den immer mehr verkürzenden technologischen Entwicklungszyklen mit gestalterischer Lust und Neugierde zu bewegen wissen. Ziel ist also die autonome Skalierbarkeit von Wissen sowie die Fähigkeit, sich auch in der Berufspraxis weiterzubilden. Dies ist nicht nur ein Gebot des Arbeitsmarktes, sondern auch der wissen-schaftlichen und künstlerischen Erkenntnisgewinnung.

Alle drei Lernziele gelten sowohl hinsichtlich einer eventuellen Konzentration auf dieses Fach im Hauptstudium als auch für jene Kommunikations- oder Produktdesigner, die eine Fachspezialisierung in anderen Gestaltungsfächern suchen und Bewegtbild-Anwendungen nicht primär, sondern lediglich mittelbar (z.B. zwecks Wettbewerbs- und Entwurfspräsentationen, Portfolios etc.) entwickeln wollen.


Lehrinhalte
Im Rahmen eines Semesterprojektes wird ein Multimedia-Format konzipiert und prototypisch umgesetzt. Im Vordergrund steht das exemplarische, problemlösende und konzeptionelle Lernen an Hand aller Phasen einer Multimedia-Produktion (Konzeption, Entwurf, Planung, Produktion, Distribution und Erfolgsauswertung). Im Grundstudium liegt hierbei der Schwerpunkt auf der Studio- und Laborpraxis.

Konzeption und Entwurfsmethodik:

  • Grundlagen der Konzeption und Entwurfsmethodik
  • Entwicklung und Analyse projektspezifischer Dramaturgien und Strukturen
  • Metaphern, Szenarien und Fiktionen, Plot- und Break-Points, Pre- und Reloads
  • Visualisierung- und Notationssysteme (Drehbuchentwicklung, Storyboards, Navigationsdiagramme, Flowcharts, Prototyping-Tools, etc.)

Projektplanung/-management:

  • Grundfragen der medienübergreifenden Gestaltung
  • Grundlagen der Projektplanung
  • Produktion
  • Grundlagen der Produktion

Studio- und Laborpraxis:

  • technische Grundlagen der verschiedenen Medienplattformen
  • Grundlagen-/Fachpraxis Bewegtbild
  • Grundlagen-/Fachpraxis der digitalen On- und Offline-Medien (insbesondere interaktiver Systeme)
  • Grundlagen-/Fachpraxis Multimedia

Distribution & Delivery:

  • Grundlagen der Distribution

Erfolgsauswertung:

  • Grundlagen der Evaluation


Methode
Der Kurs findet als wöchentliche 4-stündige Lehrveranstaltung statt und organisiert sich in der Form eines praxisbezogenen Studienprojekts in Kombination mit Vorlesungen und Übungen. Die Vorlesungen dienen der systematischen Vermittlung fachspezifischer Kenntnisse, die Übungen dienen der Anwendung des vorgetragenen Stoffs und der Einübung der methodischen und instrumentellen Fertigkeiten. Das Lernen durch Erfahrung steht in Form gestalterisch-experimenteller Projektarbeit im Vordergrund.
Projektthemen ergeben sich sowohl durch Kooperationsprojekte mit Partnern aus Wirtschaft, Forschung und Kultur, Unterhaltungs- und Informationsindustrie als auch durch experimentelle Aufgaben jenseits konventionalisierter Anwendungsbereiche.
Die Lehre wird modellhaft durch multimediale und telematische Lehr- und Lernformen unterstützt, z.B. durch den Einsatz von telekooperativen Lernsystemen. Die Rolle der Lehrenden als Lernmoderatoren wird gestärkt, unterstütztes Selbstlernen gefördert.
In der Bearbeitung von Übungsaufgaben sollen die Studierenden zeigen, dass sie den Lehrinhalt bei der Lösung theoretischer oder praktischer Aufgaben umsetzen können.
Referate dienen der zusammenhängenden Bearbeitung eines individuellen Themas, das einzelne Aspekte der Lehrveranstaltung behandelt. Die Ergebnisse der Bearbeitung werden in einer Lehrveranstaltung vorgetragen und diskutiert. Übungsaufgaben und Referate können von mehreren Studierenden gemeinsam bearbeitet werden. Hierbei muss die individuelle Leistung der einzelnen Studierenden erkennbar und einzeln bewertbar sein.
Zum Ende findet eine Präsentation der Projektergebnisse mit angeschlossenem Kolloquium statt. Alle Übungsaufgaben, Entwurfsarbeiten und Projektergebnissen werden in einer Dokumentation von den Studierenden zusammengefasst.


Evaluation
Bewertet werden:

  • Übungsaufgaben mit anschließendem Fachgespräch
  • Referat (mündlicher Vortrag mit schriftlicher Ausarbeitung)
  • gestalterische Qualität von Entwurfsarbeiten und Projektergebnissen
  • Präsentation der Projektergebnisse
  • Kolloquium im Anschluss an die Präsentation
  • Dokumentation der Projektergebnisse

1.128 Fotografie

Studienabschnitt 1. St.ab.
Modul 1.1 Studiengangs- und fachbezogene Grundlagen
Fächergruppe 1.12 Fachbezogene Grundlagen KD
Credits 6
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrender Prof. Wiebke Loeper

 

Informationen folgen in Kürze

2. Studienabschnitt

2.111 Typografie

Studienabschnitt 2. St.ab.
Modul 2.1 Konzeption und Entwurf
Fächergruppe 2.11 Kommunikationsdesign
Credits 8
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrende Prof. Betina Müller


Fachbeschreibung
Fachliche Vertiefung der Grundkenntnisse typografischer Gestaltung. Anhand praxisorientierter Aufgabenstellungen werden themenbezogene Inhalte und Hintergrundwissen sowie Text- und Bildmaterial selbständig recherchiert und in Form von Layouts in dem inhaltlich angemessenen medialen Anwendungen realisiert.


Lernziel
Konzeptionell:

  • Recherche von Inhalten und Material (Text und Bild)
  • Strukturieren von komplexen Inhalten und Themen

Gestalterisch:

  • Auf den Inhalt und die Zielgruppe bezogene, adäquate typografische Gestaltung zu entwickeln, strukturieren und realisieren
  • Typografische Regeln anzuwenden und zu beherrschen; sorgfältige Detailarbeit
  • Die Arbeitsergebnisse zu dokumentieren (verbal – Fachterminologie – und visuell)
  • Die Arbeitsergebnisse zu präsentieren


Lehrinhalte
Nach Recherche und Festlegung der Einzelbereiche werden in Kolloquien Teilergebnisse referiert, präsentiert und korrigiert. Dabei soll die enge Beziehung zwischen Inhalt und Form für die vorher definierte Zielgruppe im Zentrum stehen. Neben der Kommunikationsabsicht ist auch die praxisbezogene Realisierung als Print- oder digitales Medium und dessen Machbarkeit von besonderer Bedeutung.


Methode
Projektbegleitende Kolloquien und Korrekturen, die das selbständige Arbeiten fördern, kombiniert mit gelegentlichen Vorlesungen zu fachtheoretischen Bereichen, wie Microtypografie, Satzspiegelkonstruktion oder ausgewählten Praxisbeispielen. Besprechung und Korrekturen der einzelnen Arbeitsschritte und Teilergebnisse, erwartet wird die Beteiligung an der Diskussion zur Entwicklung eigenständiger Qualitätskriterien und zur Verfestigung der Fachbegriffe.
Kursabschluss: Dokumentation der Arbeitsergebnisse in angemessener Form, Präsentation der Ergebnisse und deren verbale und visuelle Vermittlung, sowie Begründung des Gestaltungsansatzes und kritische Reflexion (z.B. Zielgruppentauglichkeit).


Evaluation
Zwischenergebnisse werden unmittelbar besprochen und ausgewertet. Schlussbeurteilung nach folgenden Kriterien:

  • Umfang und Tiefe der Recherche
  • Schlüssigkeit der gestalterischen Konzeption ist die typografische Gestaltung:
  • Zielgruppengerecht
  • Realisierbar (technisch)
  • Innovativ
  • Flexibilität: Alternativen und Varianten
  • Detailgenau ausgearbeitet (mikrotypografisch)
  • Nachvollziehbarkeit der Argumentation
  • Exakt ausgeführt und handwerklich sauber präsentiert
  • Selbstkritik und Reflexionsfähigkeit
  • Bei Teamarbeit: Teamfähigkeit und Einzelkompetenzen

2.112 Grafikdesign

Studienabschnitt 2. St.ab.
Modul 2.1 Konzeption und Entwurf
Fächergruppe 2.11 Kommunikationsdesign
Credits 8
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrender Prof. Dr. Lex Drewinski


Fachbeschreibung
Das Fach Grafikdesign, Konzeption/Entwurf hat zum Ziel, sich mit grundlegenden und problemspezifischen Fragen aus dem Bereich Grafikdesign zu befassen. Der Schwerpunkt des Fachs liegt in der Lehre der Methode, welche die Suche und Umsetzung der eigenen Idee vermittelt. Im weiteren sollte dies dazu führen, dass durch den mehr individuellen und experimentellen Charakter der Arbeit neue Horizonte im Bereich des Grafikdesign geschaffen werden.


Lernziel
Die Studierenden sollen in der Lage sein, eine Gestaltungsaufgabe

  • konzeptionell und visuell zu erfassen
  • mittels 2D-Techniken zu entwickeln, darzustellen und zu realisieren
  • die Ergebnisse der Aufgabe in Form von druckfertigen Entwürfen sichtbar zu machen
  • begleitend die Arbeit entsprechend zu präsentieren
  • schriftlich zu kommentieren
  • und mittels Bildmaterial (zeichnerisch/fotografisch usw.) zu dokumentieren.


Lehrinhalte
Am Beispiel eines komplexen Themas (z.B. Plattencover, Plakat, Logo, Signet etc.) werden die Lehrinhalte, eine Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung, Beschreibung und Umsetzung von (überwiegend) zweidimensionaler Gestaltung unter folgenden Aspekten vorgestellt:

  • Beschreibung und Bezeichnung des Themas
  • Vorlesung mit thematischem Bezug (Video-, Diavorführung und Ähnliches)
  • Entwicklung einer Entwurfskonzeption
  • Visuelle Darstellung der Idee (Layout, druckfertige Vorlage)
  • Auseinandersetzung mit den auftretenden Problemen der Drucktechniken (Druckvorlagenherstellung/Farbseperationen)
  • Präsentation
  • Dokumentation


Methode
Die Lehrveranstaltung dauert ein Semester. Jedes Semester schließt mit einer komplexen oder mehreren kleinen Aufgaben ab und beinhaltet:

  • Vorlesungen zum Thema des gegenwärtigen Designgeschehens (Designportraits, aktuelle Designpräsentationen, Designwettbewerbe usw.)
  • Besprechung/Korrektur der Arbeitsteilergebnisse
  • Grafikdesignanalyse eines von den Studierenden individuell ausgewählten Themas mit abschließender Diskussion

Die Lehrmethode basiert auf einer Konfrontation des studentischen Schaffens mit dem gegenwärtigen internationalen Geschehen in der Printmedienlandschaft. Diese Methode hat zum Ziel, die Studierenden zu motivieren, mit Hilfe des experimentellen und individuellen Denkens das  Vorhandene zu übertreffen. Sie wird durch die  Pflichtteilnahme der Studierenden an aktuellen Studenten-Design-Wettbewerben unterstützt. Jeder Studierende sollte in der Lage sein, ein eigenes, originelles Konzept vorzustellen und die vorgegebene Aufgabe mit einem (meist druck-)fertigen und komplexen Entwurf abzuschließen.


Evaluation
Die Beurteilung berücksichtigt die Teilergebnisse aus den Seminaren, das Ergebnis aus der Entwurfsarbeit, die Präsentation und die Dokumentation der Arbeitsergebnisse. Die Arbeitsergebnisse werden im Anschluss an die Präsentation in der Projektgruppe besprochen.

2.113 Illustration

Studienabschnitt 2. St.ab.
Modul 2.1 Konzeption und Entwurf
Fächergruppe 2.11 Kommunikationsdesign
Credits 8
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrender Prof. Hans-Jörg Kotulla


Fachbeschreibung
Das Fach basiert auf den im 1. STAB erworbenen gestalterischen Fähigkeiten und Fertigkeiten und ist praxisnah angelegt. Die Studierenden sollen ihre künstlerisch-gestalterischen Fähigkeiten weiter entwickeln und handwerkliche Fertigkeiten vertiefen, die sie in die Lage versetzen, die spezifischen Arbeitsfelder des Illustrators (illustrativ arbeitenden Designers) auszufüllen. Ein besonderer Schwerpunkt des Kurses ist die Synthese von Illustration und Typografie und das Experiment.


Lernziel
Die Studierenden sollen in der Lage sein,

  • unterschiedlichste illustrative Gestaltungsaufgaben aus den Bereichen Buchillustration, Buchgestaltung, Werbung, Comic, Cartoon zu lösen
  • ein breites Spektrum darstellungstechnischer Möglichkeiten zu beherrschen und einzusetzen
  • illustrative Ideen zu entwickeln und in Verbindung mit typografischer Gestaltung zu realisieren
  • bei der Lösung von komplexen Gestaltungsaufgaben einen individuellen illustrativen Stil auszuprägen
  • und komplexe anwendungsorientierte praxisnahe Aufgabenstellungen gestalterisch zu lösen


Lehrinhalte

  • Textanalyse (Literatur, Lyrik, Werbetexte etc.)
  • Experimentelle Übungen mit unterschiedlicher Techniken
  • Erarbeitung einer illustrativen Idee
  • Gestaltung einer illustrativen Serie
  • Komplexe Gestaltung unter Einbeziehung von Typografie
  • Präsentation


Methode

  • Flankierende Zeichenkurse und darstellungstechnische Übungen
  • Bildung von Projektgruppen zu unterschiedlichen Themenbereichen (Werbung, Kinderbuch, Comic, Cartoon, Wettbewerbe, diverse Praxisaufträge)
  • Diskurs, Korrektur zu Teilergebnissen
  • Zwischenpräsentation von Teilergebnissen


Evaluation
Die Bewertung berücksichtigt Teilergebnisse, Ergebnisse der Übungen und der komplexen Gestaltungsaufgaben, Präsentation der Arbeitsergebnisse.

2.114 Schriftentwicklung

Studienabschnitt 2. St.ab.
Modul 2.1 Konzeption und Entwurf
Fächergruppe 2.11 Kommunikationsdesign
Credits 8
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrender Prof. Lucas de Groot



Informationen folgen in Kürze

2.115 Advertising Design, Editorial Design

Studienabschnitt 2. St.ab.
Modul 2.1 Konzeption und Entwurf
Fächergruppe 2.11 Kommunikationsdesign
Credits 8
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrende Prof. Jutta Simson

 

Lehrangebot 1 – Advertising Design:


Fachbeschreibung
Nach der eigenen Produkterfindung wurden bereits Fragen der Marktanalyse und Zielgruppendefinition beantwortet. Der Schwerpunkt liegt sowohl auf der Erfindung wie auch auf der Kampagnenkonzeption und Umsetzung für das neu entwickelte Produkt. Wichtig ist dabei nicht nur die Konzeption, sondern die Umsetzung, d.h. die Designleistung. Wie kommuniziere ich? Mit welchen Mitteln wird welche Aussage erreicht? Dies aber nicht nur in der theoretischen Auseinandersetzung, sondern als praxisbezogenes Fach, in dem die am Schluss stehende sichtbare Designleistung, Designqualität zählt.


Lernziel
Die Studierenden sollen in der Lage sein,

  • eine komplexe Kommunikationsaufgabe konzeptionell zu erfassen und zu formulieren mittels 2D- und 3D-Techniken zu entwickeln und als Ansatz begreifbar zu machen
  • Gestaltungsalternativen zu entwickeln, sich für eine zu entscheiden und das Ergebnis als perfektes Art-Work zu präsentieren
  • aufgrund der gewonnenen Informationen und der Erfahrungen in der Übung angewandter 2D- und 3D-Techniken den weiteren Studienverlauf entsprechend den individuellen Fähigkeiten und Neigungen gestalten zu können


Lehrinhalte
Am Beispiel einer Produktentwicklung, Produktausstattung und Werbung:

  • Analyse des vorgegebenen oder selbsterarbeiteten Briefings (Kundenanalyse)
  • Konkurrenzanalyse
  • Entwicklung eigenständiger Aussagen über den Kunden
  • Festlegung eines Markenimages, eines Markencharakters
  • Gezielter Einsatz der ästhetischen Mittel, wie Illustration, Fotografie, Text, Typografie, Proportion, Farbe etc. (work in progress)
  • Verbalisierung aller Arbeitsschritte (Begründungszwang)
  • Präsentationsformen


Methode
Die Lehrveranstaltung ist in fünf Abschnitte gegliedert:

  • Konzeption und Entwurf
  • Produktfindung durch Marktanalyse, Zielgruppendefinition, Positionierung
  • Produktausstattung, Erstellen eines 3D-Modells, CI-Entwicklung
  • Kampagnenentwicklung, Auswahl der Medien (Anzeige, Plakat, Spot)
  • Präsentation

Der methodische Ansatz basiert hier auf der Vermittlung komplexer, auf die Praxis bezogener Einzelaspekte (Marketing, Text, Art-Work, Mediaplanung), die im Verlauf des Seminars zu einem sinnvollen Ganzen geführt werden. Theoretische Erkenntnisse spiegeln sich im Design-Ergebnis wider. In der Zwischenpräsentation und Abschlusspräsentation stellen sich die Studierenden der Diskussion.


Evaluation
Bewertet wird der Einsatz der gewählten ästhetischen Mittel, die Qualität der konzeptionellen Grundlage, und die Qualität der Präsentation mit Frage-und-Antwort-Spiel.

 


Lehrangebot 2 – Editorial Design:


Fachbeschreibung
Dieses Fach ist als weiterführende Veranstaltung für den Themenbereich Kommunikationsdesign/Advertising Design gedacht. Allerdings in einer erweiterten Fragestellung, nämlich in Bezug auf das Editorial Design. Der Schwerpunkt liegt in der Konzeption (Erfindung) und Gestaltung eines neuen Printproduktes, was ja – im Wesentlichen – den gleichen Parametern folgt wie im Advertising Design. Es ist sozusagen die andere Seite der gleichen Medaille. Dies aber nicht nur in der theoretischen Auseinandersetzung, sondern als praxisbezogenes Fach, in dem die am Schluss stehende sichtbare Designleistung, Designqualität zählt.


Lernziel
Die Studierenden sollten in der Lage sein,

  • eine komplexe Editorial-Design-Aufgabe konzeptionell zu erfassen und zu formulieren
  • dramaturgische Gesetze zu berücksichtigen
  • Bilder »lesen« zu können
  • Geschichten in Bildern zu erzählen
  • Geschichten mittels 2D-Techniken zu entwickeln und als Ansatz begreifbar zu machen
  • einem umfangreichen Produkt eine durchgehende Handschrift zu verleihen
  • Hierarchien herzustellen und den Leser optisch zu leiten
  • Gestaltungsalternativen zu entwickeln, sich für eine zu entscheiden und
  • das Ergebnis als perfektes Art-Work zu präsentieren,
  • um aufgrund der gewonnen Informationen und der Erfahrungen in der Übung angewandter 2D-Techniken den weiteren Studienverlauf entsprechend der individuellen Fähigkeiten und Neigungen gestalten zu können


Lehrinhalte
Am Beispiel einer Zeitschriftenentwicklung:

  • Analyse des vorgegebenen oder selbsterarbeiteten Briefings (Verlags-/Redaktionsanalyse)
  • Konkurrenzanalyse
  • Entwicklung schwerpunktmäßiger Aussagen über das redaktionelle Konzept
  • Festlegung der Seitenfolge (Struktur) unter Berücksichtigung dramaturgischer Erfordernisse
  • gezielter Einsatz der ästhetischen Mittel wie Illustration, Fotografie, Text, Typografie, Proportion, Farbe etc. (work in progress)
  • Verbalisierung aller Arbeitsschritte (Begründungszwang)
  • Präsentationsformen
  • Zeitschriften-Konzeption


Methode
Die Lehrveranstaltung ist in vier Abschnitte gegliedert:

  • Produktfindung durch Marktanalyse, Zielgruppendefinition, Positionierung
  • Produktausstattung redaktionelles Konzept, Auswahl der Beiträge, Auswahl der Autoren, Auswahl der Fotografen oder Illustratoren
  • Zeitschriften-Design, Gestaltung unterschiedlicher Beiträge, Themenauswahl mit Begründungszwang
  • Präsentation

Der methodische Ansatz basiert hier auf der Vermittlung komplexer auf die Praxis bezogener Einzelaspekte (Verlagsleitung, Chefredaktion, Textredaktion, Art Direction, Bildredaktion, Herstellung etc.), die im Verlauf des Seminars zu einem sinnvollen Ganzen geführt werden. Theoretische Erkenntnisse spiegeln sich im Design-Ergebnis wider. In der Zwischenpräsentation und Abschlusspräsentation stellen sich die Studierenden der Diskussion.


Evaluation
Bewertet wird der Einsatz der gewählten ästhetischen Mittel, die Qualität der konzeptionellen Grundlage, und die Qualität der Präsentation mit Frage-und-Antwort-Spiel.

2.116 Corporate Identity

Studienabschnitt 2. St.ab.
Modul 2.1 Konzeption und Entwurf
Fächergruppe 2.11 Kommunikationsdesign
Credits 8
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrender Prof. Matthias Beyrow


Fachbeschreibung
Das Fach stellt eine fachliche Vertiefung der Entwicklung visueller Erscheinungsbilder dar. Anhand einer praxisorientierten Aufgabenstellung werden zunächst Arbeits- und Kommunikationsschwerpunkte kristallisiert und nach eingehender themenrelevanter Recherche und Reflexion in eigenständiger Arbeit individuelle, komplexe und adäquate Lösungsansätze entwickelt.


Lernziel
Die Studierenden sollen in die Lage versetzt werden:

konzeptionell:

  • komplexe Gestaltungsaufgaben thematisch zu strukturieren und hierzu breite Recherchen anzustellen
  • themen-immanente wirtschaftliche, soziale, politische, etc. Wechselwirkungen zu problematisieren
  • ein Imageprofil zu erstellen, daraus ein strategisches Soll-Image abzuleiten sowie dezidierte Kommunikationsziele zu formulieren
  • eine Projektvision oder kreative Strategie zu entwickeln

gestalterisch:

  • eine adäquate Visualisierung zu finden und diese hinreichend auszuformulieren
  • eine Präsentationsdramaturgie zu entwickeln und zu präsentieren
  • sowie die Arbeitsergebnisse verbal und visuell zu dokumentieren


Lehrinhalte
In moderierten Diskussionen und Kolloquien, in denen die Studierenden ihre Teilergebnisse vorstellen, wird eine fachliche Projektbegleitung geboten hin zur Planung und Realisierung einer komplexen und adäquaten Designlösung. Die Teilleistungen lassen sich wie folgt als KO-System definieren:

Konzentration:

  • Analyse, Auswertung und Ausweitung einer Aufgabenstellung
  • Suche nach der nächsthöheren Bedeutungsebene einer Aufgabenstellung: gesellschaftlich, politisch, etc.
  • Evaluierung der Recherche-Schwerpunkte

Kompetenz:

  • Analyse der Zielgruppen
  • Soll-Profilierung und Definition von Kommunikationszielen    
  • Erstellung eines Imageprofils und Herausbildung kommunikativer Hebelansätze

Konzeption:

  • Erarbeitung einer kreativen Strategie/Positionierung

Konsequenz:

  • Entwicklung eines visuellen Vokabulars (Schrift, Bild, Farbe, Material etc.)

Koordination:

  • Entwicklung einer Kommunikationsstrategie und Definition der relevanten Gestaltungsmedien

Kommunikation:

  • Präsentation und Dokumentation


Methode
Das Lehrverfahren basiert im Wesentlichen auf einer Projektbegleitung durch regelmäßige Korrektur und Kommentierung von Teilergebnissen, da eine weit gehend eigenständige Arbeit vorausgesetzt wird. Gelegentliche Vorlesungen mit anschließender moderierter Diskussion zur beispielhaften Illustration möglicher Lösungsansätze bzw. zur Eröffnung neuer Projektperspektiven. Besprechungen und Korrekturen von Einzelarbeiten, die in einem gemeinsamen Kolloquium abgehalten werden.
Die Studierenden sind dazu angehalten, sich sowohl an den Diskussionen aktiv zu beteiligen, als auch ständig und regelmäßig ihre Arbeitsergebnisse zu präsentieren. Diese ständige Reflexion und Präsentation sorgt für Transparenz der unterschiedlichen Lösungsansätze und entwickelt zudem Routine für Präsentationssituationen.
Als Kursabschluss legt jede/r Studierende eine abschließende Reflexion seiner Lernziele als Dokumentation des Projekts vor, deren Umfang er eigenverantwortlich bestimmt, unter besonderer Berücksichtigung der nachvollziehbaren Vermittlung eines komplexen und ineinander greifenden Sachverhaltes für Dritte.


Evaluation
Alle Zwischenergebnisse werden unmittelbar besprochen und einer direkten Kritik unterzogen. Die Schlussbeurteilung berücksichtigt schließlich folgende Komponenten:

Konzeptioneller Ansatz:

  • Umfang und Tiefe der Analyse und Recherche
  • Schlüssigkeit der Konzeption    
  • Komplexität und Weitsicht

Designlösung:

  • Adäquanz (realistischer Bezug)
  • Innovationsgrad
  • Realisation (Deklination, Perfektion, Konsequenz)

Präsentation, Dokumentation, Dramaturgie, Nachvollziehbarkeit, Akkuratesse, Teamfähigkeit, konstruktive Kritikfähigkeit, Flexibilität, Frustrationstoleranz.

2.117 Digitale Medien

Studienabschnitt 2. St.ab.
Modul 2.1 Konzeption und Entwurf
Fächergruppe 2.11 Kommunikationsdesign
Credits 8
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrender Prof. Matthias Krohn


Fachbeschreibung
Dieses Fach ist als weiterführende Veranstaltung für den Themenbereich Mediendesign gedacht. Es werden komplexe, praxisrelevante wie medienästhetische Fragestellungen zur Gestaltung mit digitalen Medien erörtert. Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt sowohl auf der mediengestalterischen Konzeption sowie der konsistenten Umsetzung für das mediale/interaktive Kommunikationsprodukt. Ziel ist es, mit einer umfassenden theoretischen, praktischen wie mediengestalterischen Erörterung des Themas zu einer hohen medialen Designqualität zu gelangen.


Lernziel

  • eine komplexe mediengestalterische Aufgabe konzeptionell zu erfassen und mediengerecht zu formulieren
  • mittels digitaler Medien diese zu entwickeln und als Ansatz begreifbar zu machen
  • Gestaltungsalternativen zu entwickeln
  • das Ergebnis als Art-Work zusammenhängend zu präsentieren und zu dokumentieren.
  • Mithilfe der gemachten Erfahrungen sollen Erkenntnisse für den weiteren Studienverlauf und für ein spezifisches Ausbildungs- und Qualifikationsprofil gewonnen werden


Lehrinhalte

  • Mobile Computing: Interface-Entwicklung mobiler, digitaler Assistenten für den Bereich Freizeit und Kommunikation
  • Analyse des vorgegebenen oder selbsterarbeiteten Briefings (Nutzungs- und Nutzeranalyse)
  • eingehende Recherche und Marktanalyse
  • Entwicklung eigenständiger Aussagen über Nutzungsprofile und Ableitung von Spezifikationen für das Soft- und Hardwaredesign
  • Festlegung der grundlegenden Strukturelemente, des Screendesigns und der Nutzungsmetapher
  • medienpraktische Umsetzung mithilfe eines geeigneten Autorensystems, Programmierung und Gestaltung
  • geeignete Dokumentation aller Arbeitsschritte (Begründungszwang)
  • Präsentationsformen


Methode
Die Lehrveranstaltung ist in vier Abschnitte gegliedert:

  • Produktfindung durch Marktanalyse, Nutzerdefinition und Positionierung
  • Produktspezifizierung hinsichtlich von Leistungsmerkmalen; Software- und Interfacedesign
  • Entwicklung eines digitalen funktionsfähigen Prototypen
  • Präsentation

Der methodische Ansatz basiert auf der Vermittlung komplexer, auf die Praxis bezogener Einzelaspekte (Interfacedesign, Nutzeranalyse, digitales Prototyping), die im Verlauf des Seminars zu einem sinnvollen Ganzen geführt werden. Theoretische und mediengestalterische Erkenntnisse spiegeln sich im Design-Ergebnis wider. In Zwischenpräsentationen und in der Abschlusspräsentation stellen die Studierenden ihre Arbeit zur Diskussion.


Evaluation
Bewertet wird der innovative Einsatz der gewählten mediengestalterischen Mittel, die Qualität und Komplexität der konzeptionellen Grundlage sowie die Qualität der Präsentation und Dokumentation.

2.118 Multimedia/AV

Studienabschnitt 2. St.ab.
Modul 2.1 Konzeption und Entwurf
Fächergruppe 2.11 Kommunikationsdesign
Credits 8
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrender Prof. Klaus Dufke


Fachbeschreibung
Das Fach Multimedia beschäftigt sich mit der Konzeption und Gestaltung nonlinearer interaktiver Produktionen unter Berücksichtigung bildsprachlicher, experimenteller und dramaturgischer Mittel. Das Fach vermittelt methodische und instrumentelle Kompetenz in der Handhabung aktueller Medientechnologie. Die Erarbeitung reicht vom Konzept bis zur Realisation und öffentlichen Präsentation.


Lernziel
Die Lehre in diesem Fach verfolgt grundsätzlich drei Ziele:

  • methodische und instrumentelle Kompetenz – es gilt, methodische und instrumentelle Kompetenz in der Handhabung aktueller Medientechnologie zu entwickeln. Hohe Priorität hat daher die Aneignung medientechnischer (z.B. Labor- und Studiopraxis) und mediengestalterischer Orientierung (z.B. Interfacegestaltung, Usebility, Bewegtbilddramaturgie, Erzähltechniken zeitbasierter und interaktiver Medien) in Verbindung mit experimentell-kreativer Arbeit.
  • Teamfähigkeit – das Seminar soll die in der beruflichen Praxis geforderte Fähigkeit zur Arbeit in heterogenen Gruppen vermitteln und kommunikative/kooperative Prozesse mit Anwendern und Benutzern multimedialer Systeme sowie mit Experten anderer Disziplinen fördern.
  • Scalaebility – es gilt jedoch nicht nur heutiges technologisches Know-how zu vermitteln, sondern auch das Potential zu entwickeln, mit den Medientechnologien von morgen in Soft- und Hardware zu arbeiten. Dies bedarf kreativer Gestalter, die zwar mit aktuellem technischen Praxiswissen die Hochschule verlassen, sich aber auch zukünftig zwischen den immer mehr verkürzenden technologischen Entwicklungszyklen mit gestalterischer Lust und Neugierde zu bewegen wissen. Ziel ist also die autonome Skalierbarkeit von Wissen sowie die Fähigkeit, sich auch in der Berufspraxis weiterzubilden. Dies ist nicht nur ein Gebot des Arbeitsmarktes, sondern auch der wissenschaftlichen und künstlerischen Erkenntnisgewinnung.

Alle drei Lernziele gelten auch für jene Kommunikations- oder Produktdesigner, die eine Fachspezialisierung in anderen Gestaltungsfächern suchen und Bewegtbild-Anwendungen nicht primär, sondern lediglich mittelbar (z.B. zwecks Wettbewerbs- und Entwurfspräsentationen, Portfolios etc.) entwickeln wollen.


Lehrinhalte
Im Rahmen eines Semesterprojektes wird ein Multimedia-Format konzipiert und prototypisch umgesetzt. Im Vordergrund steht das exemplarische, problemlösende und konzeptionelle Lernen an Hand aller Phasen einer Multimedia-Produktion (Konzeption, Entwurf, Planung, Produktion, Distribution und Erfolgsauswertung):

Konzeption und Entwurfsmethodik z.B.:

  • Entwicklung und Analyse projektspezifischer Dramaturgien und Strukturen
  • Metaphern, Szenarien und Fiktionen, Plot- und Break-Points, Pre- und Reloads
  • Visualisierung- und Notationssysteme (Drehbuchentwicklung, Storyboards, Navigationsdiagramme, Flowcharts, Prototyping-Tools, etc.)
  • Visuelle Präsentationsrhetorik und Grammatik
  • Mediale Kulturtechniken des Erzählens und Visualisierens
  • Digitale, analoge und hybride Gestaltungs- und Entwurfsmethodik
  • Mediendidaktik und Medienpsychologie
  • Grundfragen der Interface- und hypermedialen Gestaltung
  • Mediale Typografie und Schriftgestaltung

Projektplanung/-management z.B.:

  • Grundfragen der medienübergreifenden Gestaltung
  • Medienkalkulation
  • Das magische Quadrat: Kosten, Zeit, Qualität und Quantität

Produktion z.B.:

  • Apparate, Werkzeuge und Technologien der Bilderzeugung und -bearbeitung
  • Visuelle Grammatik im Bewegtbild/in Multimedianwendungen
  • Assetproduktion, Tools und Autorensysteme
  • Sampling, Schnitt, Montage
  • Trick- und Animationstechnik
  • Montage in der elektronischen Bildbearbeitung
  • Montage von Bewegtbildsequenzen
  • Composing von Bewegtbildsequenzen
  • Bild und Sound (Sprache, Musik und Effekt-Sound als Gestaltungsmittel für Multimedia und Bewegtbild)

Studio- und Laborpraxis z.B.:

  • technische Grundlagen der verschiedenen Medienplattformen
  • Grundlagen-/Fachpraxis Bewegtbild
  • Grundlagen-/Fachpraxis der digitalen On- und Offline-Medien (insbesondere interaktiver Systeme)
  • Grundlagen-/Fachpraxis Multimedia

Distribution & Delivery z.B.:

  • Aufnahme- und Speichertechnologie
  • Netzwerktechnologie
  • Medienmarketing
  • Urheber-, Verlags- und Medienrecht

Erfolgsauswertung z.B.:

  • Usability-Tests

Auswahl und Gewichtung orientieren sich an den inhaltlichen Bedingungen des jeweiligen Projekts.


Methode
Der Kurs findet als wöchentliche Lehrveranstaltung statt und organisiert sich in der Form eines praxisbezogenen Studienprojektes in Kombination mit Vorlesungen und Übungen. Die Vorlesungen dienen der systematischen Vermittlung fachspezifischer Kenntnisse; die Übungen dienen der Anwendung des vorgetragenen Stoffs und der Einübung der methodischen und instrumentellen Fertigkeiten. Das Lernen durch Erfahrung steht in Form gestalterisch-experimenteller Projektarbeit im Vordergrund. Projektthemen ergeben sich sowohl durch Kooperationsprojekte mit Partnern aus Wirtschaft, Forschung und Kultur, Unterhaltungs- und der Informationsindustrie als auch durch experimentelle Aufgaben jenseits konventionalisierter Anwendungsbereiche. Die Lehre wird modellhaft durch multimediale und telematische Lehr- und Lernformen unterstützt, z.B. durch den Einsatz von telekooperativen Lernsystemen. Die Rolle der Lehrenden als Lernmoderatoren wird gestärkt, unterstütztes Selbstlernen gefördert.
In der Bearbeitung von Übungsaufgaben sollen die Studierenden zeigen, dass sie den Lehrinhalt bei der Lösung theoretischer oder praktischer Aufgaben umsetzen können. Referate dienen der zusammenhängenden Bearbeitung eines individuellen Themas, das einzelne Aspekte der Lehrveranstaltung behandelt. Die Ergebnisse der Bearbeitung werden in einer Lehrveranstaltung vorgetragen und diskutiert. Übungsaufgaben und Referate können von mehreren Studierenden gemeinsam bearbeitet werden. Hierbei muss die individuelle Leistung der einzelnen Studierenden erkennbar und einzeln bewertbar sein. Zum Ende findet eine Präsentation der Projektergebnisse mit angeschlossenem Kolloquium statt. Alle Übungsaufgaben, Entwurfsarbeiten und Projektergebnissen werden in einer Dokumentation von den Studierenden zusammengefasst.

Evaluation
Bewertet werden:

  • Übungsaufgaben mit anschließendem Fachgespräch
  • Referat (mündlicher Vortrag mit schriftlicher Ausarbeitung)
  • gestalterische Qualität von Entwurfsarbeiten und Projektergebnissen
  • Präsentation der Projektergebnisse
  • Kolloquium im Anschluss an die Präsentation
  • Dokumentation der Projektergebnisse

2.119 Fotografie

Studienabschnitt 2. St.ab.
Modul 2.1 Konzeption und Entwurf
Fächergruppe 2.11 Kommunikationsdesign
Credits 8
Fachordnung Wahlpflichtfach
Veranstaltungssprache deutsch
Lehrender Prof. Wiebke Loeper


Fachbeschreibung
Auf der Grundlage der Basiskurse, die bereits die technischen Kenntnisse zur Voraussetzung haben, bietet dieses Fach den Raum für die Entwicklung professioneller, praktischer Fotografie. Innerhalb des Rahmenthemas, das von Semester zu Semester aktualisiert wird, werden Konzeptionen entwickelt, die individuellen Begabungen in den spezifischen Bereichen Bildjournalismus, Street-Fotografie, Architektur, Portrait, Stadt-Landschaft, aber auch der künstlerischen Fotografie (Freie Fotografie) Rechnung tragen. Besonderer Wert wird auf einen reflektierenden Umgang mit der Thematik gelegt, auf inhaltlich/formale Präzision, auf einen tief angelegten Wahrheitsschwerpunkt und ein wachsendes Verständnis für Zusammenhänge.


Lernziel
Die Studierenden erfahren sich als Vermittler zwischen den realen Wirklichkeiten, in denen die Wahrnehmung von inhaltlichen z.B. politischen und sozialen Zusammenhängen mit vielen anderen Formulierungen vermischt ist, und der Bildwelt, die – bezogen auf die begrenzte Fläche – Zeichen setzt. Dieser Differenzierungs- und Auswahlprozess setzt Einblicke/Durchblicke/Erkenntnisse voraus oder bringt sie hervor. Ein gezielter Gestaltungswille wächst an inhaltlichen Fragestellungen.


Lehrinhalte
Die Vermittlung von Inhalten wird in der Regel aktuell am Thema aufgebaut mit dem Verweis auf philosophisch–fotografische Kontexte wie z.B. die »Theorie des radikalen Konstruktivimus« oder Vilem Flussers »Für eine Philosophie der Fotografie«. Selbstverständlich wird die Entwicklung der digitalen Möglichkeiten einbezogen und als Werkzeug innerhalb der Fotografie reflektiert genutzt.


Methode
Die Lehrveranstaltungen finden einmal wöchentlich statt, zusätzlich nach Bedarf. Studienreisen begleiten thematisch den Prozess. Gemeinsames Arbeiten führt vor Ort zu vermehrtem Austausch und Konzentration.


Evaluation
Die fotografischen Arbeiten werden zum Ende des Semesters in Form einer Ausstellung präsentiert. Erwünscht ist eine Ordnung der Bilder, die den Dialog zwischen den einzelnen Autor/Innen und den Betrachtenden eröffnet im Sinne visueller Kommunikation. Die Bewertungskriterien sind bereits Bestandteil des Lehrverfahrens. Nicht ausreichende Arbeiten werden vor der Ausstellung als solche in einem Gespräch bewertet, die Gründe offen gelegt und nachvollziehbar gemacht. Eine Möglichkeit der Überarbeitung innerhalb der Semesterferien wird eingeräumt.