Modulbeschreibungen Europäische Medienwissenschaft

Module Bachelor

Der Bachelor-Studiengang ist in zwölf Module gegliedert, die jeweils in einem bestimmten Mindestumfang absolviert werden müssen.


Modul 1 – Einführung in die Medienwissenschaft
Dieses einführende Modul umfasst Veranstaltungen zu medientheoretischen Grundlagen, es vermittelt einen Überblick über das Fach und gibt einen Einblick in die wichtigsten Theorien.

Modul 2 – Technische und gestalterische Grundlagen digitaler Medien
In diesem technisch-praktischen Grundlagenmodulwerden sowohl theoretische technische Grundlagen der digitalen Medien vermittelt, als auch gestalterische Einführungen in die Konzepte der Bildbearbeitung und des Webauthoring gegeben.

Modul 3 – Medienökonomie und Medienrecht im europäischen Vergleich
Ziel dieses Moduls ist der Erwerb von Grundkenntnissen in die Projektökonomie, das Management des freien Arbeitens, aber auch das Produktionsmanagement in Radio-, Film- und Fernsehanstalten und Produktionsagenturen etc. Ferner dient das Modul dem Erwerb von Kenntnissen im europäischen Medienrecht wie der Entwicklung von Grundverständnis in gesellschaftstheoretischen und politischen Fragen im Umgang mit Medien.

Modul 4 – Europäische Kulturgeschichte und Mediengeschichte
In diesem Modul geht es darum, das Europäische als einen Kultur- und Traditionsraum verstehen zu lernen. Mit der Erarbeitung kultur- und mediengeschichtlicher Grundlagen – eine kulturgeschichtliche Vorlesung, Seminare zu ausgewählten Mediengeschichten sowie zur Geschichte von Kulturtechniken – soll ein Fundament für das Verständnis der grundlegenden Geschichtlichkeit von Medien, ihren technischen Entwicklungen und Praktiken gelegt werden.

Modul 5 – Medienkunstgeschichte
Dieses Modul gibt einen Überblick über die wichtigsten Ansätze in der Ästhetik sowie den Epochen der Kunstentwicklung die Analyse der Künste aus medienwissenschaftlicher Perspektive. Verstanden werden soll der innige Zusammenhang zwischen Künsten und Medien sowie die medialen Verfahrensweisen künstlerischer Praxen.

Modul 6 – Bild, Zeichen, Sprache
Dieses Modul umfasst Seminare zur Theorie des Bildes und der Sprache sowie zur Semiotik und Kommunikationstheorie mit Blick auf eine Ethik der interkulturellen Kommunikation. Es zielt auf ein Verständnis der je spezifischen Eigenleistungen von Bild und Sprache, und thematisiert die Problematik des Verständnisses fremder Kulturen.

Modul 7 – Mediale Inszenierungsformen
Neben Erwerb, Kenntnis und Umgang mit den wichtigsten Analysekonzepten wie Theatralität, Performativität zielt das Modul auf die Anwendung dieser Konzepte und Methoden für die Untersuchung einzelner klassischer und massenmedialer Genres.

Modul 8 – Konzepte und Formen der Mediengestaltung
Im Mittelpunkt steht hier die Konzept- und Projektentwicklung und deren Planung in vornehmlich digitalen Medien. Ziel ist der Erwerb konzeptueller und praktischer Grundlagen für die Entwicklung von Digitalen Medien und vertiefende Kenntnisse im Umgang mit diesen.

Modul 9 – Intermediale Projekte

In diesem Modul werden eigenständig entwickelte medienübergreifende Projekte mit wechselnden Themenvorgaben durchgeführt, wobei Intermedialität als ein Prinzip der Gestaltung mit Digitalen Medien reflektiert und angewandt wird. Ziel ist der Erwerb praktisch reflektierter Kenntnisse im Umgang mit unterschiedlichen Medien und deren Zusammenwirken.

Modul 10 – Interdisziplinäres Ergänzungsstudium

In diesem Modul der Interessenserweiterung sowie der Vertiefung und Schwerpunktsetzung im Studium kann aus dem Fundus der Module 1-9 vertiefend gewählt, oder sinnvoll ergänzend auf andere Veranstaltungen aus dem Gesamtangebot der am Studiengang beteiligten Hochschulen zurückgegriffen werden.

Modul 11 – Freie Projekte (betreut)

Das Modul beinhaltet die Entwicklung und Durchführung von Projekten eigener Wahl. Ziel ist die Entwicklung erster kleinerer freier Forschungsvorhaben oder eigenständiger Projektentwicklung bzw. auch von Kooperationen mit anderen Institutionen und Antragstellungen aus studentischer Initiative mit Recherche und theoretisch-praktischer Begleitung.

Modul 12 – Praktikum

Im Laufe des Studiums muss ein mindestens 6wöchiges Praktikum (im Hinblick auf die Anforderungen des Master-Studiengangs werden 8 Wochen Praktikum mit Auslandsbezug empfohlen) in einem Praxisfeld der Europäischen Medienwissenschaft absolviert werden.

Module Master

Der Master-Studiengang ist in neun Module gegliedert, die jeweils in einem bestimmten Mindestumfang absolviert werden müssen:


Modul 1 – Medium und Medialität
Das Grundlagenmodul behandelt verschiedene Definitionen des Mediums sowie Theorien des Medialen einschließlich der Medienphilosophie. Die Teilnahme an einem Seminar mit anschließender Hausarbeit ist verbindlich, zur Wahlpflicht gehört der aktive Besuch zweier weiterer Seminare.

Modul 2 – Konfigurationen des Analogen und Digitalen
Im Mittelpunkt des Moduls stehen Theorien des Analogen und des Digitalen sowie die Untersuchung von Schnittstellen und deren Gestaltung (Figuration).

Modul 3 – Visualität, Narrativität und Performativität
Das Modul beinhaltet die Analyse zentraler medialer Darstellungsformen, die mit den Schlüsselbegriffen der Visualisierung (Sichtbarmachung, Verbildlichung), der Erzählung und ihrer Beziehung zu Zeitlichkeit und Bewegung (z.B. in Text und Film) sowie der Aufführung und Präsentation verbunden sind.

Modul 4 – Intermediale Gestaltung
Das Modul ist Grundlagenmodul und beinhaltet die Analyse und Konzeption intermedialer Zusammenhänge bzw. Projekte in vornehmlich digitalen Medien und deren historischen Vorläufern. Es werden sowohl Kenntnisse in medienübergreifenden Gestaltungszusammenhängen erschlossen als auch aktuelle Medientechnologien analysiert und genutzt.

Modul 5 – Nichtlineares Erzählen
In diesem Modul wird vertiefend auf die Konzeption und Gestaltung von nichtlinearen Strukturen in digitalen Medien eingegangen. Sowohl die Dramaturgie und die Organisation von „multi“-medialen Erzählformen, als auch der Einsatz von notwendigerweise zeitbasierten Mitteln in nichtlinearen und interaktiven Zusammenhängen stehen im Zentrum dieses Moduls.

Modul 6 – Mediale Umgebungen
Dieses Modul widmet sich geschlossenen medialen Umgebungen und Kommunikationszusammenhängen. Im Zentrum steht die beispielhafte Analyse und Entwicklung derartiger Umgebungen. Dies bezieht sich sowohl auf physikalisch-räumlich zusammenhängende Umgebungen als auch auf strukturell geschlossene aber räumlich verteilte Zusammenhänge.

Modul 7 – Interdisziplinäres Projekt
Die Projektarbeit wird gemeinsam zwischen UP und FHP entwickelt und angeboten und durch gemeinsame Kolloquien flankiert. Dazu wird jedes Semester ein Thema gewählt, das von den Studierenden aus unterschiedlichen Perspektiven mit unterschiedlichen medialen Mitteln bearbeitet werden muss.

Modul 8 – Experimentelle Forschungsarbeit
Ziel des Moduls ist die Entwicklung experimenteller Forschungsarbeiten durch die Studierenden selbst. Unter experimenteller Forschung ist die Untersuchung von Fragestellungen mittels medialer Aufbereitung zu verstehen, wozu gleichermaßen Recherche, eigene Literaturzusammenstellung, Konzipierung, Wahl der Darstellungsmittel bzw. des medialen Formats und die Durchführung zählt. Das Projekt wird von gemeinsamen Kolloquien begleitet, die verbindlich besucht werden müssen.

Modul 9 – Interdisziplinäres Ergänzungsstudium
Das interdisziplinäre Ergänzungsstudium dient der Vertiefung des Angebots einerseits aus den Theoriemodulen 1–3, wodurch eigene Schwerpunkte gesetzt werden können, andererseits einer weiteren verstärkten Projektarbeit. Medienwissenschaftliche Angebote aus dem gesamten Berliner/Potsdamer Raum können genutzt werden.