Schwimmende Wohnkörper
Wasser-Domizil
Ein Domizil auf dem Wasser – nicht Haus, nicht Boot – ein Wohnkörper, der sich auf seine Umgebung bezieht und deren Vorteile nutzt. Entlang fest verspannter Seile können sich die Einheiten von den Steganlagen entfernen und so den Schritt von der Halbinsel zur Insel vollziehen. In diesem Zustand sind sie ausrichtbar. Die Silhouette ist flach gehalten, die Dachform so gewählt, daß sie mit ihrer Reflektion den Bewohner umfasst. Ein Schilfgürtel säumt die künstliche Insel nach dem Vorbild der Natur und schützt den transparenten Wohnbereich. Über einen überspülten Bereich des Pontons lässt sich das Wasser direkt aus dem Bad heraus erreichen. Der Inneraum ist in einen Wohn- und einen Funktionsbereich, der Küche und Bad integriert, unterteilt. Der einzige abgetrennte Raum ist das WC. Das bis auf die Wasseroberfläche reichende Dach schützt die Bewohner vor der auf dem Wasser oft starken Sonneneinstrahlung und schafft rund um den Wohnraum eine beschattete Terasse.
Autor Marc Joschko
Betreuung Prof. Hermann Weizenegger
Zeitraum Sommersemester 2006
circle house
Bauen auf dem Wasser ermöglicht es, mit wenig Aufwand Elemente bewegen und verschieben zu können. Dies macht eine individuelle Ausrichtung und Zusammenstellung eines Baukörpers möglich.
Dem ›Schale-Kern-Prinzip‹ folgend entstand ein Wohnkörper in Fertigbauweise, der aus einer zentralen Basis und ergänzenden Raum- und Terrassenelementen besteht. Das System lässt einen individuellen Zuschnitt auf Personen (Singles, Familien) und Nutzfunktionen (Wohnhaus, Ferienhaus, Büro) zu. Je nach Situation und Bedarf ist ein nachrüsten bzw. reduzieren des Wohnkomplexes möglich, wobei die kleinste Einheit 53 qm beträgt und maximal 228 qm als Wohnraum zu erreichen sind.
Der runde Kern des Hauses ist 28 qm groß und beherbergt eine Metabox für die Technik, eine Küche sowie Bad und eine separate Toilette. Eine große Schiebetür unterstützt die flexible und offene Nutzung des Hauses. Dies zeigt sich auch in der verglasten Außenwand, die bis auf die Stützen gänzlich geöffnet werden kann. Hier sorgen verschiebbare Lammellenwände für ausreichend Sicht- und Sonnenschutz.
Mit Hilfe eines Bootes ist es zudem möglich, die einzelnen Räume und Terrassen am Kernelement zu verschieben und neu zu verdocken. Dadurch können die Raumelemente z.B. im Winter zur besseren Wärmeausnutzung zusammengelegt werden.
Das Circle-house ermöglicht durch seine Flexibilität und Transparenz ein optimales Erleben des Elements Wasser.
Autoren Christoffer Martens, Swen Burgheim, Romuald Dehio
Betreuung Prof. Hermann Weizenegger
Zeitraum Sommersemester 2006