

IKARUS Wachslampe
Die Wachslampe IKARUS basiert auf der Idee elektrischen Strom zu visualisieren. Durch die metaphorische Materialisierung von Strom wird dem Betrachter eine Möglichkeit gegeben, sich über den eigenen Stromverbrauch bewusst zu werden.
Im Zeitalter der Globalisierung, des Klimawandels und einhergehender Klimakatastrophen ändert sich langsam das Bewusstsein und nahezu jeder wird sich seiner Abhängigkeit von Elektrizität und dessen Endlichkeit bewusst.
Strom ist etwas Endliches, Alltägliches, Unsichtbares und Kostbares.
Der konische Lampenschirm besteht aus purem Wachs (Paraffin), in dem eine Konstruktion aus Edelstahl und Stahldrahtseilen eingegossen ist, die wiederum die Lampe stabilisiert und trägt. Zentral im Inneren der Leuchte ist ein Leuchtmittel platziert. Dieses bringt die Wachshaut durch die erzeugte Wärme zum Schmelzen, so dass sich der Lampenschirm im Laufe der Zeit von innen nach außen verflüssigt und sich auf der darunterliegenden Fläche neu formiert.
Im Laufe der performativen Transformation entwickelt sich jede Lampe zu einem Unikat, indem sie ihre Form selbst gestaltet. Je nach Stärke des Leuchtmittels, der Umgebungstemperatur und -bedingungen schmilzt »Ikarus« schneller oder langsamer; dieser Schmelzprozess kann bis zu einem Monat dauern.
Die Lampe soll den Betrachter auf emotionalen, poetischen Weg die Vergänglichkeit von Strom, Zeit und Raum näher bringen.
Ikarus zerfließt und wandelt sich damit zu einem kritischen Symbol.
Autoren
Aylin Kayser
Christian Metzner
Fotografien
Christian Metzner
Betreuung
Prof. Jörg Hundertpfund
Zeitraum
Sommersemester 2007
Ansprechpartner
Aylin Kayser
Christian Metzner
Prof. Jörg Hundertpfund
Für die IKARUS Wachslampe gewannen die Autoren bereits folgende Preise
- »Special Mention«, Light & Building, Lights of the Future 2008 Frankfurt a.M.
- »DMY Top 10«, DMY 2008, Berlin
Ausstellungen
- »Designpreis Halle 2007«
- »Design Talents«, IMM Cologne 2008