Expanded Design
Mit einer Auseinandersetzung des Begriffs THE EXPANDED DESIGN sollte ausgelotet werden, inwieweit die forschende Seite von Design ein erweitertes Bewußtsein schafft. Im Projekt ging es um die Wahrnehmung der Sinne, um Täuschung und um die Sensibilisierung der Sinne. Das Sehen und dessen Abhängigkeiten und Empfänglichkeiten für Täuschung und Verzauberung, das Fühlen und das Imaginieren, das Nutzen und die Interaktion auf unbekannte Weise sind Dinge, die im Fokus der Auseinandersetzung mit den jeweils zu entwickelten Konzepten standen.
Lernziele: Entwicklung einer Designpositionierung. Entwicklung von Konzepten zum Thema, Darstellung von Ideen in Form von Skizzen und Renderings. Modellbau, Entwicklung eines Prototypen. Präsentationen.
Raumklangtechnik optisch erfahrbar
Der Ausgangspunkt meiner Semesterarbeit war die Idee, eine optische Täuschung mit Hilfe von Lichtflächen zu erzeugen. Ich orientierte mich an einer Technik aus der Grafik, bei der Objekte durch Betonung der hell reflektierten Flächen 3dimensional dargestellt werden.
Genau diesen Effekt drehe ich nun um.
Die erleuchteten Flächen schlucken Schatten und Reflektionen von 3dimensionalen Körpern, die ihr vorgelagert sind. Dadurch werden diesen, zwei wichtige Eigenschaften eines 3dimensionalen Objektes genommen. Die dritte wichtige Eigenschaft, die Tiefe, kann durch geschickte Hinterschnitte ebenfalls unsichtbar gemacht werden.
Nun fehlt dem Auge jede Möglichkeit der Identifikation eines 3dimensionalen Objektes.
Zur Anwendung habe ich ein Modell eines Küchenradios entwickelt. Die grafische Darstellung eines Lautsprechers wird mit Bedienelementen versehen, die frontal auf die Leuchtflächen aufgesetzt werden. Sie stellen die Membranen der Lautsprecher dar und können Lautstärke, Frequenz, ON bzw. OFF regeln.
Der Betrachter kann nicht erkennen, dass die Bedienelemente nach außen ragen und interpretiert sie als Teil der Grafik. Da sie nach vorne abstehen, erwecken sie den Eindruck, als wanderten sie mit dem Betrachter.
Ziel ist es, die Raumklangtechnik der Anlage auch optisch erfahrbar zu machen und somit den immensen Wert der Entwicklungsarbeit, der dem Kunden im allgemeinen nicht ersichtlich ist, wiederzugeben.
Autor Steffen Bank
Betreuung Prof. Hermann Weizenegger
Zeitraum Wintersemester 2006/07
Tablemaps – Gestaltungskonzept für Oberflächen am Beispiel von Tischtextilien
Dieser Arbeit geht die Überlegung voraus, dass wir nicht nur uns selbst, sondern allerhand Gegenstände fortwährend benutzten und bewegen. Trotz der vielen Interaktionen zwischen Mensch und Werkzeug bleibt der Gegenstand immer in einem bestimmten Handlungsradius haften. Dies ist besonders gut bei den täglichen Mahlzeiten und am Arbeitsplatz zu beobachten. Mit den unterschiedlichen Werkzeugen werden unzählige Bewegungen ausgeführt, die das menschliche Auge und das menschliche Bewusstsein überhaupt nicht mehr als Besonders wahrnimmt, da sie in einen alltäglichen Mechanismus eingebettet sind.
Ziel dieses Designprojektes ist es, die Wahrnehmung auf unserer unbewussten Handlungen am Tisch zu lenken.
Beobachtungsgebiet ist der Esstisch. Er fungiert als Bühne, auf dem die einzelnen Akteure (Geschirr und Besteck) zur Nahrungsaufnahme durch die Hände der Menschen bewegt werden.
Medium ist eine Tischdecke, auf deren Oberfläche das aufgenommene Ereignis festgehalten wird.
Das entstandene Design wurde durch digitalen Textildruck auf ein Spezialgewebe (40% Baumwolle, 60% Kunstfaser) aufgebracht. Dabei sind die Farben mit der Orginaldatei identisch.
Durch dieses Gestaltungsprinzip eröffnet sich eine große Bandbreite für die Gestaltung von Tabelwear. Die Tischdecken und Tischsets sind dabei die klassischsten Medien auf dem Esstisch. Weiterdenkbar ist diese Idee im Bereich Arbeitsoberfläche für alle Arten von Arbeitsbereichen, z.B. als Laminat, als auch als ornamentales Design für Teppiche und Fußbodenbeläge.
Autorin Diemut Bartl
Betreuung Prof. Hermann Weizenegger
Zeitraum Wintersemester 2006/07