Yvonne Rieschl
Geb. 1975 in Sinsheim
Schwerpunkte
Produkt- und Ausstellungsdesign
Kurzvita
Seit 2010 | Zusammenarbeit in der Gruppe museeon im Bereich Ausstellungsgestaltung |
2010 | Abschluss zur Diplom Designerin (FH) an der Fachhochschule Potsdam, |
2008–09 | Praktikum und angestellt am Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum im Bereich Ausstellungsgestaltung der Dauerausstellung im Paulikloster in Brandenburg an der Havel |
Seit 2005 | Selbständigkeit im Bereich Ausstellungsgestaltung, Konzeption, Ausführungsplanung und Realisierung |
2002 | Beginn des Studiums Produktdesign an der Fachhochschule Potsdam |
2001–02 | Weiterbildung zur staatlich geprüften »Gestalterin im Handwerk« an der Akademie für Gestaltung und Denkmalpflege Ebern |
2000–01 | Arbeit als Tischlergesellin bei der Firma Alan – thema wohnen in Reutlingen |
2000 | Teilnahme am Projekt für junge Handwerker »Leonardo da Vinci« in Volterra/Italien |
1996–99 | Ausbildung zur Tischlergesellin und Betriebsassistentin (HWK), bei der Ökologischen Werkstatt Salvatore Gugliuzza in Fellbach |
1995–96 | Freiwilliges Soziales Jahr im Evangelischen Kindergarten Elsenz |
1995 | Abitur in Heilbronn |
Ausstellungsprojekte
2008 | Beteiligung beim Projekt Wanderausstellung »Lebendige Dörfer Brandenburg« mit der Humboldt-Universität zu Berlin und der Arbeitsgemeinschaft »Lebendige Dörfer« vom Verein Brandenburg 21 e. V., Fh Potsdam |
2007 | Beteiligung am Ausstellungsprojekt »Energieland Lausitz« für die Internationalen Bauausstellung Fürst-Pückler-Land in Großräschen, Fh Potsdam |
2006 | Beteiligung am Ausstellungsprojekt »Sonderausstellungssystem Burg Ziesar«, FH Potsdam Beteiligung am Ausstellungsprojekt REKULA – Restrukturierung von Kulturlandschaften für die Internationalen Bauausstellung Fürst-Pückler-Land in Großräschen, FH Potsdam |
2001 | Mitarbeit bei der Europaaustellung »Ottone Il Grande e l'Europa« in Volterrra/Italien, |
Kontakt
museeon
raum – kultur – erleben
1636 – In Reih´ und Glied
Konzeption, Entwurf und Gestaltung einer Ausstellung über die Söldnerbestattung im Dreißigjährigen Krieg bei Wittstock
Studiengang Produktdesign
Betreuung Prof. Detlef Saalfeld, Josef Starkl (FH, Fachrichtung Innenarchitektur)
Abschluss 2010
Meine Diplomarbeit umfasste die Konzeption und den Entwurf einer archäologischen Sonderausstellung über ein Massengrab aus dem Dreißigjährigen Krieg. Mit dem Auffinden des Massengrabes bei Wittstock, gelangten erstmals archäologisch-anthropologische Zeugnisse der Schlacht vom Oktober 1636 ans Tageslicht.
Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Erarbeitung eines inhaltlichen und kuratorischen Ausstellungskonzeptes und der Weiterführung zu einem Entwurf der Ausstellungsarchitektur.
Die theoretische Auseinandersetzung befasst sich mit dem Umgang von menschlichen Überresten in Ausstellungen.
Es stellt sich unausweichlich die Grundsatzfrage, stelle ich menschliche Überreste aus: Ja oder Nein. Sind sie als Informationsvermittler unabdingbar in der Ausstellung oder ist es moralisch und ethisch überhaupt nicht vertretbar?
Die Erörterung dieser Fragestellungen nehmen unmittelbar Einfluss auf das inhaltliche Konzept, als auch auf räumliche Strukturierung und Gestaltung der Ausstellung.
Inhaltlich setzt die Ausstellung ihren Fokus auf den außergewöhnlichen Fund und Darstellung der wissenschaftlichen Analyse. Dem Besucher soll das Zusammenspiel der verschiedenen Wissenschaften näher gebracht werden und aufzeigen, wie diese naturwissenschaftlichen Methoden die historischen Kenntnisse und Belege erweitern oder auch widerlegen.
Die Ausstellung strukturiert sich in drei Themenbereiche: Grabungsstätte, Analyse und Historie. Über die Veranschaulichung der Ausgrabung durch Darstellungen und Inszenierungen im Realmaßstab gelangt der Besucher zum Kernpunkt der Ausstellung der Analyse. Der eigens dafür geschaffene Raum lässt eine andere Raumatmosphäre mit einer hohen Erlebnisqualität zu. Diese Form der Präsentation in Kombination mit der Raum- und Lichtatmosphäre soll den Besucher dazu veranlassen, den menschlichen Überresten mit Respekt und Achtung gegenüberzutreten. Gleichzeitig begibt sich der Besucher in analytische Weise auf die Entdeckungsreise nach den Spuren, die das Leben an den Knochen hinterlassen hat. Am Ende ergeben diese Auswertungen im historischen Kontext ein Gesamtbild der Söldner zu der damaligen Zeit und können Rückschlüsse über den Verlauf der damaligen Schlacht geben.








