Isabel Rosa Ziviani

Nachhaltigkeit im Rahmen des personlichen Konsums
Analyse und Visualisierungen des sozialen und kulturellen Umgangs mit unseren persönlichen erworbenen Bekleidungsstücken nach verschiedenen Parametern. Eigenes Konsumverhalten und seine Besonderheiten sichtbar machen, mit dem Ziel, einen reflexiven Blick drauf zu werfen, Nachhaltigkeit zu beachten und unnötigen Konsum zu vermeiden.


Studiengang Interfacedesign
Mentoren Prof. Dr. Frank Heidmann, Prof. Matthias Krohn


Abstract
Der in unserer Gesellschaft heutzutage bestehende Produktkonsum und die Marktwirtschaft stellen ein Phänomen von großer sozialer- und kultureller Wichtigkeit dar, die nicht mehr vom alltäglichen Leben wegzudenken sind. Vor allem in großen Städten führte der technologische Vorlauf sowie die zunehmende und beschleunigte Produktion zu einer unübersichtlichten Einführung von Waren auf dem Markt. Folge dessen entsteht – oft auf fälschlicher oder manipulierter Weise – der Drang immer wieder etwas Neues erweben zu wollen. Und trotz der limitierten Energieressourcen und Rohstoffe scheint unsere Nachfrage immer weiter anzusteigen … Aber entspricht diese scheinbare Steigerung der Nachfrage wirklich unseren tatsächlichen Bedürfnissen? Inwieweit haben die Menschen tatsächlich eine Ahnung davon, wieviel und wie sie konsumieren? Manche kontrollieren zwar ihren
Konsum auf bestimmte Weise im quantitativen Bereich (indem sie ihre Ausgaben aufsummieren usw.), aber qualitativ wird wenig über die Nachverkaufserfahrungen, den Gebrauch und das Abwerfen mitgeteilt oder visualisiert.

Jedesmal wenn wir etwas erwerben, machen wir eigentlich eine Wahl. Und jede Wahl ist Resultat einer Reflektion- Auswahl- und Entscheidungsprozesses. Und die Zusammenstellung von allen unseren Entscheidungen enthüllt folglich Teile unserer Persönlichkeit, als eine Art »DNA« unseres Konsumverhaltens. Denn für den Nutzer reduziert sich die Bedeutung eines Produkts letztendlich nicht auf seine Funktion(en), vielmehr verbinden wir unsere Gegenstände mit allerlei symbolischen und sentimentalen Werten, die sich manifestieren können, wenn wir unsere Dinge tragen, verlieren, ausleihen, aufbewahren, vorstellen usw.

Ausgehend von diesem Prinzip, stellt sich die Frage, wie sich die Produkte in unserem Alltag einbetten? Wie bestimmen sie Verhalten, wie mischen sie sich in soziale Verhältnisse ein? Wie berufen sie Tendenzen? Wie würde ein Szenarium aussehen, in dem man miteinander Interaktionen und Informationen zu Konsumund Gebrauchserfahrungen mitteilen könnte?

 

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