Blaues Gold – Das Geschäft mit dem Wasser
Wasser ist im globalisierten Wettbewerb zum scheinbar normalen Wirtschaftsgut geworden. Die Geschäfte damit florieren. Zum Geschäftsgebaren mit Wasser gehört u.a., dass sich multinationale Unternehmen Wasserquellen, Bohrrechte und Wassereinzugsrechte sichern. Damit bezwecken sie, später zu ihren Bedingungen Wasser an wasserarme Länder zu liefern. So ist u.a. nachzulesen, dass »bereits heute drei Konzerne weltweit 85% des privaten Wassermarktes besitzen, und zwar die beiden französischen Unternehmen Suez und Vivendi sowie das deutsche Unternehmen RWE.« Diese Unternehmen erwerben z.B. auch kommunale Wasserversorgungsunternehmen. Deren Privatisierung führt häufig zu massenhaften Entlassungen, schlechterer Wasserqualität und höheren Wasserpreisen. Oder »Internationale Lebensmittelkonzerne wie Nestlé und Coca Cola sichern sich weltweit den Zugang zu wichtigen Süßwasserreservoirs, um das kostbare Nass in Flaschen abzufüllen und teuer zu verkaufen.«
Yvonne Dickopf macht mit ihrer Installation aufmerksam und insistiert darauf, dass jeder Mensch ein Recht auf den Zugang zu sauberem Wasser hat und Wasser – wie die Atemluft – durch nichts zu ersetzen ist. Unter dem Titel Blaues Gold – das globale Geschäft mit dem Wasser ist im Kunstmann Verlag ein Buch von Maude Barlow und Tony Clark zum selben Thema erschienen.
Konzept und Entwurf dieses Projekts enstanden im Rahmen des Seminars »Freies Gestalten« unter der Leitung von Prof. Michael Bette und Prof. Angelika Margull.
Semesterprojekt »Freies Gestalten« zum Thema Wasser im Hauptstudium
Lehrende Prof. Michael Bette, Prof. Angelika Margull
Zeitraum Wintersemester 2004/05