Henrike Mayer

Geb. 1978 in Essen

Schwerpunkte
Editorial Design, Buchgestaltung

Kurzvita

2010

Freie Grafikerin und Fotografin

2004

Kommunikationsdesign, Studium an der FHP

2001

Ausbildung zur Fotografin

1999

Indische Kunstgeschichte, Studium an der Freien Universität in Berlin

1999

Abitur

Praktika

2009

Sonja Frank Grafikdesign

2001

Dieter Bühler Fotografie

2000

Quasi Moda Berlin, Modedesign

Jobs

Seit 2009

Freie Mitarbeit bei Sonja Frank Grafikdesign

2009

Flyer für »Kabelkinder«

2009 Fotoarbeiten für die Stiftung Liberales Netzwerk

2007

Fotografien für »TR_C_ING«, Tanzstück von Yvonne Hardt & BodyAttacksWord

»Rohr«, Werbepromotion für Berliner Rockband

2004–09

Fotografische Begleitung der Fête de la Musique, Berlin

Fotoassistenzen, u.a. bei Britta Frenz (Düsseldorf), Werner Hutmacher (Berlin)

Veröffentlichungen/Ausstellungen/Auszeichnungen

2008

»past, present, future« Plakatserie anlässlich der Olympischen Spiele in Beijing 2008 in »grafika plus product, 2+3D« (polnisches Designmagazin, Ausg. #27)

2006

Sammelausstellung »Crossings«, organisiert von Christina Linden und Katharina Pilz, Alte Stallungen Viktoria Quartier, Berlin

2004

Projektwettbewerb/Leistungsshow OSZ Technik »Fotografie/Medien/Gestaltung« mit sehr gutem Erfolg ausgezeichnet

Gender Print »King Kong Magazin«

A (fe)male Construction


Studiengang Kommunikationsdesign
Betreuung Prof. Jutta Simson, Prof. Dr. Rainer Funke
Abschluss
2010


Das King Kong Magazin ist ein subversives Stück Popkultur für Teenies zwischen 15 und 17 Jahren. King Kong erscheint bundesweit und monatlich. Jeden Monat gibt es ein wechselndes Hauptthema, dass die Ausgabe thematisch führt. Die Erstausgabe hat das Thema »Grenzüberschreitung«.

King Kong ist nicht die perfekt inszenierte Weiblichkeit, sondern 
ein Geschöpf, jenseits geschlechtlicher Zuschreibungen und ideologischer Domestizierung. King Kong lebt, bevor er gefangen und in die Zivilisation verschleppt wird, in einem paradiesischen Zustand außerhalb der heterosexuellen Normativität, in einer Art multipler Hybridität: King Kong ist jenseits von Männlein und Weiblein. Das Biest befindet sich an der Nahtstelle zwischen Mensch und Tier, Erwachsenem und Kind, Gut und Böse, Primitiv und Zivilisiert, Schwarz und Weiß. (nach Vivian Despentes)

King Kong stellt sich gegen die permanente inhaltliche und gestalterische Gleichförmigkeit der Frauen- und Mädchenmagazine. Es ist ein Versuch, ein Alternativangebot zu den gängigen Zeitschriften für Jugendliche auf dem Markt zu schaffen, in dem die Kategorie Mann / Frau, in die wir die Menschen normalerweise einordnen, und deren Darstellung, in Frage gestellt wird. King Kong Magazin bringt dadurch die allgemeine Ordnung – gestalterisch und inhaltlich – ins Wanken; sowohl die Textebene als auch die Bildebene geben eine Realität wieder, die von den Frauenzeitschriften ausgeblendet wird.

King Kong stellt ein differenzierteres Bild von möglichen Geschlechterrollen, zwischenmenschlichen Beziehungen und privaten und beruflichen Lebensentwürfen dar. Es werden nicht (neue) Normen propagiert, sondern verschiedene Realitäten beschrieben und dargestellt. Es gibt also alles, was ein Teenagerleben zu bieten hat, Pickel, schlechte Klamotten und Make-up Tipps, die nicht unbedingt schöner machen.

Das Gestaltungskonzept des King Kong Magazins läuft unter dem Motto »Dreck« und ist als Gegensatz zu den sauberen Werbewelten der Frauen- und Mädchenmagazine zu verstehen. Dreck wird auf den Innenseiten in Form von Typoflecken und -tropfen oder Bildkrakeleien gemacht. Außerdem werden Menschen und Räume auf den Magazinfotos nicht mittels Bildbearbeitung »geschönt«.