

Bachelor-Studiengang Kommunikationsdesign
Man kann nicht nicht kommunizieren, heißt es profan – professionell visuell zu kommunizieren allerdings bedeutet Arbeit. Kommunizieren heißt somit auch immer: Information gestalten.
Kommunikationsdesigner zielen mit ihrer Tätigkeit maßgeblich auf die Wahrnehmung, Interpretation und Wirkung von Informationen. Sie nehmen mit ihrer Arbeit gezielt Einfluss auf die Wertvorstellungen und Verhaltensleitbilder in unterschiedlichen sozialen, altersbedingten und kulturellen Kontexten. Vorraussetzung für die enge Zusammenarbeit mit den an Planung, Konzeption und Produktion beteiligten Personen und Institutionen ist die Fähigkeit, integrativ zu wirken, Anliegen anderer zu antizipieren, die eigenen Anliegen deutlich zu machen und diese mit fachlicher Kompetenz und gestalterischem Vermögen durchzusetzen.
Design wird an der FH Potsdam als organisierte Sinnlichkeit unserer gegenständlichen Erfahrung in der Korrespondenz zu einer rationalen Struktur verstanden. Dabei korrespondieren Subjektivität und Authentizität im Entwurf mit objektivierenden Modellen von Leitbildern und Normen in der Gestaltung. Design versteht sich dabei sowohl als wirtschaftliche wie auch als kulturelle Intervention.
Die umfassende visuelle Gestaltung innerhalb der herkömmlichen wie digitalen Medien und das komplexe Zusammenspiel der Designdisziplinen untereinander spiegelt sich im Fächerspektrum, in der Praxisorientierung und der Lehrstruktur wieder. Unsere Entwurfs- und Konzeptionsfächer Typografie, Grafikdesign, Illustration, Schriftentwicklung, Corporate Design, Editorial/Advertising Design, Digitale Medien, Motiongraphics/Bewegtbild und Fotografie werden von Grundlagenfächern (Farbe, Raum, Fläche), einer Vielzahl von Werkstätten und in allen Phasen des Studiums von analytisch/theoretischen Fächern, insbesondere Designtheorie, Designgeschichte und Designmanagment/Marketing ergänzt.
Das moderne Kommunikationsdesign kennt keine Königsdisziplin mehr – Plakatentwurf, Corparate Identity oder Interfacedesign. Analytisches, problemorientiertes Gestalten bedarf eines wachen, sozialen und integrativen Vermögens und Engagements ebenso wie umfassender gestalterischer Kompetenz und Kreativität. Denn im Grunde geht es um so etwas profanes wie ernstes: mit unseren Interventionen die uns umgebende Welt schöner und besser zu machen.