
06.12.2010
Präsentation »Valse Automatique«
Am 9. und 10. Dezember präsentiert MADE das Projekt »Valse Automatique« des international renommierten Designers Hermann August Weizenegger und dem Violinist und Komponisten Mihalj »MIKI« Kekenj mit der Vision »Music Humanizes Machines«.
»Der alte Orpheus, der so schön auf seiner Lyra spielen konnte, dass er damit nicht nur die Götter betörte, Dieses Zitat des Designers Hermann August Weizenegger beschreibt den konzeptuellen Ansatz des Projektes, die Romantik einer musikalischen Komposition und High-Tech Design-Fabrikation zusammen zu führen. sondern auch Steine zum Zerfließen brachte, hätte als antiker Akteur der Synergie seine helle Freude daran gehabt, wenn ein Musiker und ein Designer in Zusammenarbeit mit Handwerkern, Soundprogrammierer und Interfacedesigner ihre Fähigkeiten und Talente zusammengetragen und daraus ein synästhetisches, wie synergetisches Ereignis zu erzeugen.«
Im Kontext des MADE-Konzepts »Anything can happen when creative minds from various fields clash«, fanden sich der Violinist und Komponist MIKI und der Designer Hermann August Weizenegger, um ein Gesamtkunstwerk zu schaffen, das Musik, Design, Handwerk und digitale Kultur in sich vereint. Dabei wird ein visionäres Produktionsszenario für Gebrauchsgegenstände, Designobjekte bis hin zu Kunstwerken veranschaulicht.
Unter der visonären und kreativen Leitung von Hermann August Weizenegger und der Komposition von MIKI hat das Team – Chris Jeff, Stephan Thiel (Interface), Wolf Deiß, Roman Kühnert (Artis Möbel Objekte Raumkonzepte GmbH), Jacob Blazejczak (Organisation) – in 3 Monaten Research- und Planungszeit künstlerische und technische Konzepte erarbeitet, ein Computerprogramm entwickelt und ein Walzer-Thema in fünf Variationen komponiert. Ein aus der Industriefertigung bekannter KUKA Roboter wird neben dem Violinisten und dem Designer zum dritten Akteur in der techno-romantischen Musik/Informatik/Raum/Choreographie-Performance. Fast tanzend zur Harmonie und Emotion der gespielten Violine, löst sich der Roboter von seinen vorprogrammierten Präzisionsbewegungen und wird zum Bildhauer. Im Hintergrund läuft die computergesteuerte Echtzeitberechnung der live gespielten Musik zu digitalen Daten, welche in dreidimensionale Geometrien übersetzt, den Roboter in Bewegung bringen, um den Charakter der Musik in poetische Artefakte in einem Kanon von menschlicher Emotion und digitaler Manufaktur abzubilden. Der vielleicht wichtigste Aspekt der Arbeit ist die Idee der Betrachtung des Bezuges von uns zu unseren Gebrauchsgegenständen. Bei der Handfertigung mochte man in den Dingen einen Charakter lesen, einen fast persönlichen oder emotionalen Bezug; eine Relevanz. Diese gibt es bei der industriellen Massenfertigung nicht mehr. Weizenegger‘s Ansatz ist es, diesen emotionalen Bezug eben über diese neuen Fertigungs- und Fabrikationstechniken zu schaffen. Der Charakter der Musik findet in den in der Performance entstehen Artefakten seinen Ausdruck.
»MADE ist ein kreativer Schmelztiegel, der unvorhersehbare, kreative Kollaborationen erlebbar macht«, so die Gründerin und Pop-Künstlerin tadiROCK über ihren Beweggrund, MADE ins Leben zu rufen. Zusammen mit Nico Zeh, Philip Gaedicke, Luise Biesalski und dem für den Ausbau verantwortlichen Architekten Alexis Dornier plant das Team die aufwendigen Projekte und bietet den Künstlern die Plattform für die Umsetzung ihrer Kreativität. Es geht dabei um den Ausdruck von Kreativität in jeglicher Form, ohne dieser dabei Grenzen zu setzen: die Bandbreite reicht bisher von zeitgenössischer Kunst bis Film, von Musik bis Design und von Tanz bis Literatur.
So komplex und aufwendig sich der Schaffensprozess der Projekte anhört, er entspricht der Leitidee von MADE: »Extraordinary Things are MADE«. Das MADE-Quartier im 400 qm großen Loft am Alexanderplatz schafft den kreativen Raum, in dem die gemeinschaftlichen Arbeiten und interdisziplinären Werke entstehen und gefördert werden. Kreative haben hier die Möglichkeiten und Ressourcen, ihre gewohnten Ausdrucksweisen und erlernten Disziplinen zu verlassen. In dieser Zusammenarbeit entstehen gemeinsame Visionen, angeregt durch die gegenseitige Inspiration.
Diese unvorhersehbaren und im Prozess entstandenen Ergebnisse und Kombinationen der gemeinsamen künstlerischen Arbeit werden in regelmäßigen Ausstellungen präsentiert. Grenzen gibt es keine ...
Ausstellungsort
Alexanderplatz 7, Berlin
9. Stockwerk
Eintritt nur auf Einladung. Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht.