Lehrgebiet: Interfacedesign
Raum: LW 128
Telefon: 0331 / 580 1437

Tina Deiml-Seibt

Geb. 1966

Praxis aktuell
Interface Design – netzbasierte kooperative Systeme

Vita

1988–96

Studium der Malerei an der Hochschule der Künste Berlin,

1996

Meisterschüler HdK Berlin

1996–99

als freischaffende Künstlerin tätig

1999–2002

Konzept, Design und Programmierung von Multimedia Projekten für diverse Agenturen

2002

wissenschaftliche Mitarbeiterin TU Berlin (Medienwissenschaft)

seit 2003

wissenschaftliche Mitarbeiterin FH Potsdam (FB Design)

Statement
Das Design der netzbasierten Schnittstellen beinhaltet nicht nur das sichtbare User-Interface, sondern auch die unsichtbaren Strukturen, welche die Inhalte mit den Menschen und deren Handlungen verknüpfen. Es geht um flexible, dynamische Interaktionsstrukturen, die durch ein Design der Rahmenbedingungen und der Verknüpfungsregeln gestaltet wird.

Je dynamischer die Inhalte werden, desto mehr bezieht sich ein Design dieser Anwendungen auf die Entwicklung, also die prozesshafte Struktur. Der Designer gibt die von oben nach unten wirkende Kontrolle auf zu Gunsten einer strukturellen Gestaltung, die sich flexibel an die jeweiligen Anforderungen anpassenden kann. Er definiert die Bedingungen, innerhalb derer sich die Anwendung entfalten kann.

Wichtig hierbei ist der Blickwinkel: Es geht nicht mehr darum, den Nutzer anzunähern an die Symbolik des Computers, also darum, das weite Assoziationsfeld des menschlichen Interagierens auf 0 und 1 zu reduzieren, sondern darum, die Technologie zu lehren sich dem Menschen anzunähern. Und das meint die Vielfalt der entscheidungsbildenden Einflüsse in der Weichenbildung zu berücksichtigen. Oft sind diese Einflüsse sozialer Art und bilden sich durch die Interaktion vieler einzelner Individuen.

 

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